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Vereinigte Staaten von Amerika: The West

West

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Mountain
Colorado

Frühere Sprachfamilien: Algonkin, Uto-Aztekisch, Apache

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Im Osten lebten Arapaho, im Westen Ute. Der Westen gehört zum Great Basin, der Osten zu den Plains. Im äußersten Süden ragte das Navajo-Gebiet nach Colorado hinein.

Heute spricht man Western American.

10% der Bevölkerung sprechen Spanisch. Nach Englisch und Spanisch ist Deutsch oder Niedersächsisch mit 0,8% die größte Gruppe. Die nächstgrößte ist Französisch mit 0,5%.

Neu-Mexiko

Faktische Amtssprache: Englisch, Spanisch

Frühere Sprachfamilien: Apache, Aztek-Tanoan, Keres

Umgangssprachen: (über 1%) Englisch, Spanisch, Navajo
(einheimische) Keres, Zuni, Taos, Picuris, Süd-Tiwa, Tewa, Towa, Navajo, Chiricahua-Apache, Jicarilla, Plains-Apache, Ute

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Die Mehrheit der Bevölkerung spricht heute Western American.

Ein Drittel der Bevölkerung spricht Spanisch. Lateinamerikanischer Herkunft sind aber sogar etwa 40%. Fast 5% sprechen Navajo, knapp 2% andere indianische Sprachen. Dies sind zum einen apatschische Sprachen, zum anderen die Sprachen der Pueblo-Indianer (s.u.), die vier, in Neu-Mexiko drei verschiedenen Sprachfamilien angehören. Insgesamt belaufen sich die Indianer auf 9,5%. Die nächstwichtige Gruppe sind die Sprecher des Deutschen oder Niedersächsischen mit 0,2%.

In Neu-Mexiko gibt es viele indianische Reservate. Sie konzentrieren sich vor allem im Nordwesten des Landes. Nur das Mescalero-Reservat liegt im südlichen Zentrum. Einige dieser Reservate sind Pueblos. Das sind die Siedlungen der Pueblo-Indianer (s.u.), die fast unverändert in die angloamerikanische heutige Zeit übernommen wurden.

Geschichte

Neu-Mexiko gehört zum wesentlichen zum Kulturgebiet des amerikanischen Südwesten, der Osten noch zu den Plains.

Im Plains-Anteil lebten vor allem Comanche.

Menschliche Besiedlung ist im übrigen Neu-Mexiko seit 11000 Jahren nachweisbar. Dabei hat sich das Klima mehrfach verändert, von feucht-fruchtbar zu trocken und zurück. Dabei wurden aus jagenden und sammelnden Paläoindianern allmählich Ackerbauern. Aus diesen entstanden zwei schriftlose Hochkulturen, die einander sehr ähnlich sind: die Mogollon im Süden und die Anasazi im Norden. Erstere sind zeitlich etwas früher als letztere. Die beiden Kulturen werden als Pueblo-Kulturen zusammengefaßt. Die Kultur des Chaco im Nordwesten gilt innerhalb der Anasazi-Kultur als Sonderfall. Über die sprachlichen Verhältnisse dieser Zeit ist nichts bekannt, man nimmt aber an, daß die oder Teile der heutigen Pueblo-Bewohner Nachfahren der Anasazi und Mogollon sind. Sie haben aber ihre ursprünglichen Pueblos verlassen und neue errichtet. Die Blütezeit der Pueblos währte nur von etwa 1150 bis 1300.

Als die Kultur bereits erloschen war, wanderten aus dem Norden Apache-Völker ein, etwa im 15. Jh. Sie besetzten die Zwischenräume zwischen den Pueblos, zunächst als Jäger und Sammler, später hauptsächlich als Hirten. Bald darauf erreichten die ersten spanischen Expeditionen die Region. Als Teil des spanischen Kolonialreichs muß die Region aber erst nach 1600 betrachtet werden, mit einer zehnjährigen Unterbrechung nach einem Aufstand Ende des 17. Jhs. Die Rückeroberung danach brachte Bevölkerungsverschiebungen mit sich. Seit dieser Zeit siedelten sich auch spanischsprachige Siedler in Neu-Mexiko an. Mit dem übrigen Mexiko wurde Neu-Mexiko 1810 bzw. 1821 als Teil Mexikos unabhängig. Nach dem mexikanisch-amerikanischen Krieg von 1846-1848 wurde zunächst der Norden, 1853 auch der Rest des heutigen Bundesstaates Teil der USA (als Territorium, seit 1912 als Staat). In der Folge wanderten angloamerikanische Siedler ein. Sie überflügelten an Zahl bald die spanischsprachigen und indianischen Einwohner. Ende des 19. Jh. wurde das "Indianerproblem" auf typisch us-amerikanische Weise gelöst. Viele Indianer verloren dabei ihr Leben, nachdem schon durch die spanische und mexikanische Herrschaft die indianische Bevölkerung im Laufe der Jahrhunderte um 90% abgenommen hatte. Opfer waren hier aber nur die athabaskischen Völker, da sich die Pueblo-Indianer den amerikanischen Bedingungen unterwarfen. Sie konnten in ihren Pueblos bleiben, die heute auch als Reservate zählen. Den Navajo und übrigen Apatschen wurden Reservate zugewiesen. Die Navajo sind dabei die größte Indianergruppe der USA, daher haben sie auch das größte Reservat, das hauptsächlich in Arizona liegt, aber auch in Neu-Mexiko noch anderthalb Landkreise einnimmt.

Linda S. Cordell (1994): Ancient Pueblo Peoples (Smithsonian Exploring the Ancient World), Washington DC: Smithsonian.

Arizona

Frühere Sprachfamilien: Uto-Aztekisch, Yuman, (((Zuni))), Apache

Umgangssprachen (über 1%): Englisch, Spanisch, Navajo,
(sonstige indianische): Hopi, Walapai, Havasupai, West-Apatsche, Chiricahua-Mescalero, O'odham, Maricopa, Yavapai, Mohave, Halchidhoma, Quechan, Yaqui, ((Zuni))

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In Arizona lebten Walapai, Havasupai, Hopi, Western Apache, Chiricahua Apache, Papago/Ober-Pima, Maricopa, Yavapai, Mohave, Halchidhoma, Zuni, Navajo und Quechan.

Heute spricht man Western American.

Ein Viertel der Bevölkerung spricht Spanisch. Die nächstgrößte Sprache ist Navajo mit 2,5%. Andere indianische Sprachen werden von etwa 0,5% gesprochen, das ist etwas mehr als die Zahl der Deutsch-/Niedersächsisch-Sprecher. Die nächsten Plätze belegen Chinesisch, Französisch und Tagalog mit je ca. 0,2-0,3%.

Ein großer Teil des Landes ist von Reservaten belegt, das größte von ihnen ist das Navajo-Reservat (es liegt außerdem teilweise in Neu-Mexiko), das die Größe eines östlichen Bundesstaates erreicht. In ihm eingeschlossen ist das Hopi-Reservat. Größer noch als das Hopi-Reservat sind das Tohono O'odham-Reservat an der mexikanischen Grenze sowie das Fort-Apache- und das San-Carlos-Reservat. Im Nordwesten sind das Hualapai- und das Havasupai-Reservat. Weitere kleinere Reservate sind über das Land verstreut. Viele der Spanisch-Sprecher sind im 20. Jh. aus Mexiko eingewandert; auf derselben Route kamen einige Yaqui-Sprecher.

Geschichte

Arizona gehört zum Kulturgebiet des nordamerikanischen Südwestens. Lediglich ein Streifen im Nordwesten gehört schon zum Großen Becken, unter Umständen auch ein kleines Stück Land im äußersten Südwesten zum kalifornischen Kulturkreis. Der arizonische Anteil des Großen Beckens ist traditionell von Paiute besiedelt, die hier auch heute noch ein kleines Reservat haben (Kaibab).

Arizona ist seit etwa 12000 Jahren besiedelt. Die ersten Bewohner werden Paläoindianer genannt; sie waren Jäger und Sammler. Seit etwa 300v.Chr. begann der Ackerbau. Um 1000 entstanden ... Hochkulturen auf dem Gebiet des heut. Arizona: Hohokam, Mogollon, Anasazi, Sinagua. Sie werden auch als Pueblo-Kultur zusammengefaßt. Ihre Blütezeit lag zwischen 1150 und 1300. Danach zogen sie auf niedrigem Niveau in neue Pueblos. Ihre Nachkommen bewohnen diese Pueblos noch heute. Die Pueblo-Völker Arizonas sprechen Hopi, Tohono O'odham (früher Papago genannt), Walapai, Havasupai, Maricopa, Yavapai, Mohave, Halchidhoma. Die Zuni gehören auch zur Pueblo-Kultur, ihr Pueblo liegt aber in Neu-Mexiko. Allerdings haben sie einen Siedlungsplatz in Arizona, zu dem sie einmal im Jahr pilgern. Er zählt in Arizona als Reservat.

Im 15. Jh. wanderten athapaskische Völker in die Gebiete zwischen den Pueblos und lebten dort als Jäger und Sammler oder Hirten. Sie sprechen alle apatschische Sprachen, kulturell unterscheidet man aber meist zwischen Navajo und den (übrigen) Apatschen. Im 16. Jh. erreichten die Spanier das Gebiet. Seit dem 18. Jh. wanderten Spanischsprecher ein. Bald stellten sie die Bevölkerungsmehrheit, Arizona wurde ein spanischsprachiges Land. Dies änderte sich auch nicht, als 1848/1853 Arizona Teil der USA wurde, als Teil des Neu-Mexiko-Territoriums. Erst um 1880 begann angloamerikanische Einwanderung. Diese überflügelten wiederum bald die Zahl der Spanischsprecher. Dadurch entstanden vier Parallelkulturen: die der Pueblo-Indianer in den Pueblos, die der Apatschen/Navajo in den Reservaten (zusammen machen sie 5% der Bevölkerung aus), die der alteingesessenen Hispanos (etwa ein Viertel) und die Mehrheit der Angloamerikaner, von denen die Mehrheit nur einige Jahre in Arizona lebt und dann in andere Bundesstaaten weiterzieht.

Larry Cheek (1995): Arizona (Compass American guides), 3. Aufl., Oakland CA: Fodor's Travel Publ.

Utah

Frühere Sprachfamilien: Uto-Aztekisch, Apache

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In Utah lebten Ute, Süd-Paiute, West-Schoschonen, im äußersten Nordosten Ost-Schoschonen, im äußersten Norden Nord-Schoschonen. Utah gehört zum Great Basin. Das Navajo-Gebiet ragte im Süden nach Utah hinein.

Heute spricht man Western American.

Heute ist Utah vor allem Heimat der Mormonen, die aus den Oststaaten eingewandert sind. Sie sprechen Western American English und stellen grob geschätzt 60% der Bevölkerung.

Gut 12% sprechen eine andere Sprache als Englisch, zwei Drittel davon Spanisch. Die nächstgrößten Sprachen sind Deutsch/Niedersächsisch mit 0,6% und Navajo mit 0,5%, danach Französisch (0,4%) und Chinesisch (ähnlich viel).

Wyoming

Frühere Sprachfamilien: Algonkin, Sioux, Uto-Aztekisch

Im Osten lebten Arapaho, Cheyenne, im Norden Crow, im Westen Ost-Schoschonen. Der Nordosten zählt zu den Plains, der Südwesten zum Great Basin.

Heute spricht man Western American.

Nur gut 6% der Bevölkerung sprechen eine andere Sprache als Englisch. Davon sind zwei Drittel Spanischsprecher. Deutsch oder Niedersächsisch sprechen 0,5%, sie sind damit die nächstgrößte Gruppe. Als nächste in der Reihenfolge kommen die sämtlichen in Wyoming gesprochenen Indianersprachen zusammengenommen; sie belaufen sich auf 0,3%. Die Deutschen sind mit einem Viertel der Bevölkerung dieses am geringsten besiedelten Staats der USA die größte Einwanderungsgruppe, gemeinsam mit Einwanderern von den britischen Inseln, die zusammen auch ein Viertel der Bevölkerung ausmachen. 4% stammen von Norwegern ab.

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Montana

Frühere Sprachfamilien: Algonkin, Sioux, Salish

In Montana lebten Crow, Gros Ventre, Assiniboin, Blackfoot, im äußersten Osten Dakota. Montana ist noch zu den Plains zu zählen, mit Ausnahme des Südwestens, der zu den Rocky Mountains gehört und in dem Flathead und Pend d'Oreille lebten.

Heute spricht man Western American.

Etwa 5% der Bevölkerung sprechen eine andere Sprache als Englisch. Diese verteilen sich etwa gleichmäßig auf Sprecher des Spanischen, Deutschen/Niedersächsischen und der Indianersprachen. Es bleiben je ein Prozent für andere indogermanische Sprachen und ein halbes für asiatische. Es gibt auch Michif-Sprecher.

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Idaho

Frühere Sprachfamilien: Uto-Aztekisch, Kutenai, Salish, Sahaptisch

Umgangssprachen: Englisch, Kutenai, Coeur d'Alene, Nez Perce, Schoschonisch, Bannock (Nord-Paiutisch), Baskisch, weitere Sprachen von Einwanderern

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Heute spricht man Western American.

10% sprechen eine andere Sprache als Englisch, acht Zehntel davon Spanisch. Sie sind vor allem im Canyon County zu Hause, wo sie 13% der Bevölkerung stellen. Sie gehen auf mexikanische Einwanderung zurück. Die nächstgrößte Gruppe sind die Deutsch-/Niedersächsisch-Sprecher mit 0,5%, dann Französischsprecher mit 0,3% und Indianischsprecher mit 0,2%. Eine weitere Minderheit von Einwanderern, die vielfach ihre Sprache bewahrt haben, sind die Basken; sie wohnen hauptsächlich um Boise. Sie stellen die größte baskischsprachige Gemeinschaft außerhalb des Baskenlandes dar.

Geschichte

Vor der ersten europäischen Expedition in das heutige Idaho 1805 lebten in Idaho im äußersten Norden Kutenai, südlich davon Coeur d'Alene (vor allem um den gleichnamigen See), noch weiter südlich die Nez Perce. Das Gebiet gehörte zum Plateau. Im Süden lebten meist als Nomaden Schoschonen, Paiuten und Bannock. Der Süden gehörte zum Great Basin. Die Besiedlung erfuhr durch die Einführung des Pferdes um 1700 eine Ausweitung. 1843 begann die Einwanderung europäischstämmiger Amerikaner aus dem Osten und der Mitte des nordamerikanischen Halbkontinents nach Idaho. 1855 begann zusätzlich mormonische Einwanderung aus dem Süden, aus Utah. Nach mehreren sogenannten massacres und Verträgen, auch einem längeren Krieg (mit den Nez Perce) mit den einheimischen Völkern gelangte der größte Teil des Landes an die neuen Einwanderer, während für die Indianer Reservate geschaffen. Diese sind heute: ein kleines für die Kutenai im äußersten Norden, die Coeur d'Alene Reservation im Norden, die Nez Perce Reservation im nördlichen Zentrum, die Fort Hall Reservation im Osten und die Duck Valley Reservation im Süden (zur Hälfte auf dem Territorium Utahs), beide für Schoschonen und Bannock.

Spätestens mit dem Ende des Nez-Perce-Krieges 1877 war Idaho Teil der angloamerikanischen Kultur. Nach deren Recht gehörte Idaho 1848-1853 zum Washington-Territorium, wurde dann zwischen dem Washington- und dem Oregon-Territorium aufgeteilt, 1859 wieder vollständig Teil des Washington-Terr. 1863 wurde das Idaho-Terr. geschaffen, zu dem auch (weite) Teile der heutigen Bundesstaaten Wyoming und Montana gehörten. 1864 wurde diese zum größten Teil wieder vom Idaho-Terr. getrennt. 1868 erhielt das Terr. seine heutigen Grenzen, 1890 wurde es als 43. Staat in die Union aufgenommen.

Don Root (2001): Idaho (Moon Handbooks), 4. Aufl., Emeryville CA: Avalon.

Nevada

Frühere Sprachfamilien: Uto-Aztekisch, Washo

Man sprach Süd-Paiute, West-Schoschonisch und Nord-Paiute. Die Siedlungsgebiete der Washo und der Owens-Valley-Paiute ragte nach Nevada hinein.

Heute spricht man Western American.

15% sprechen Spanisch. Die nächstgrößte Gruppe sind die Tagalog-Sprecher mit 1,5%, gefolgt von Chinesen und Deutschen mit je 0,5%.

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Pacific
Kalifornien

Frühere Sprachfamilien: Wappo-Yukian, (Nord-)Uto-Aztekisch, Hokan, Penutian

Umgangssprachen (über 1%): Englisch, Spanisch, Kantonesisch, Tagalog, Vietnamesisch, Koreanisch

Noch gesprochene indianische Umgangssprachen: Kumiai, Cupeño, Cahuilla, Luiseño, Serrano, Mohave, Kawaiisu, Panamint, Yokuts, Mono, Nord-Paiute, Miwok, Washo, Pomo, Nordwest-Maidu, Wintu, Atsugewi, Achumawi, Nordost-Maidu, Yurok, Hupa, Karok, Tolowa

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In Kalifornien herrschte eine extreme Sprachenvielfalt. Der Osten gehört zum Great Basin, der Westen gilt als eigener indianischer Kulturraum: Kalifornien. Im Norden ragt nach den gängigen Kulturraumkarten das Plateau-Gebiet mit einem Zipfel nach Kalifornien hinein. Im Great Basin lebten Nord-Paiute, Washo, Owens Valley Paiute, West-Schoschonen, Kawaiisu und Süd-Paiute. Die Plateau-Indianer Kaliforniens waren die Klamath-Modoc. Die kalifornischen Völker waren die: Tipai, Ipai, Cupeño, Cahuilla, Serrano, Gabrielino, Tataviam, Chumash, Kitanemuk, Tübatülabal, Foothill sowie Südtal-Yokuts, Salinan, Esselen, Costanoan, Nordtal-Yokuts, Monache, Miwok, Küsten-Miwok, Wappo, Pomo, See-Miwok, Patwin, Nisenan, Konkow, Nomlaki, Maidu, Yana, Atsugewi, Achumawi, Wintu, Wailaki, Lassik, Cahto, Yuki, Sinkyone, Mattole, Wiyot, Whilkut, Chimariko, Hupa, Chilula, Yurok, Tolowa, Karok und Shasta.

Heute herrscht Western American vor.

Ein knappes Drittel der Bevölkerung spricht Spanisch. Gut 10% sprechen eine asiatische Sprache, ein Drittel davon eine chinesische, ein Viertel Tagalog, ein Fünftel Vietnamesisch, ein Zehntel Koreanisch. Je um die 0,2-0,5% haben Armenisch, Japanisch, Persisch, Deutsch/Niedersächsisch und Französisch. Die indischen Sprachen erreichen zusammengenommen etwa 1%. Arabisch sprechen knapp 0,2%.

Oregon

Frühere Sprachfamilien: Salish, Penutian, Athabaskisch, Washo, Uto-Aztekisch

Umgangssprachen (über 1%): Englisch, ·Spanisch

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Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Western American.

8% sprechen Spanisch. Sie sind aber erst in den letzten Jahrzehnten eingewandert. Die übrigen vier Prozent, die eine andere Sprache als Englisch sprechen, verteilen sich etwa zu gleichen Teilen auf indogermanische und asiatische Sprachen. Die größten Einzelgruppen darunter mit je etwa 0,25% sind Deutsch/Niedersächsisch, Russisch, Vietnamesisch und Chinesisch. Es gibt kleine Gruppen von Michif-Sprechern.

Geschichte

Die Region westlich des Kaskadengebirges gehörte zum Nordwestküstenkulturraums. Östlich davon lag das Plateau. Der äußerste Osten gehörte noch zum Great Basin.

Im Nordwestküstenkulturraum des Staates lebten Takelma, Athapaskans, Coosans, Siuslawans, Alseans, Kalapuyans, Tillamook, Clatskanie und Chinookans. Im zu Oregon gehörenden Teil des Plateaus lebten Washo/Wishram/Cascades, Western Columbia River Sahaptians, Cayuse/Umatilla/Walla Walla und Nez Perce, im Süden noch Molala und Klamath-Modoc, im Osten, der zum Great Basin gehört, Nord-Paiute.

Seit dem zweiten Drittel des 19. Jhs. gab es vereinzelte europäischstämmige Siedler, die meist Englisch sprachen. Damals war das Gebiet zwischen Großbritannien (Kanada) und den USA umstritten. Erst 1849 wurde es an die USA abgetreten, da die us-amerikanischen Siedler in der überwiegenden Mehrheit waren - die Mehrheit waren damals noch die Indianer, die "zählten" aber nicht. Das Oregon-Territorium wurde gebildet (mit damals noch weiteren Grenzen). In den folgenden Jahrzehnten wurden die Indianer durch Krankheiten stark dezimiert.

Seit dem dritten Drittel des 19. Jhs. stellten die Siedler die Mehrheit. Es kam zu Kriegen, vor allem mit den Nez Perce. Nach dessen Verlust durch die Indianer wurden diese in Reservate vertrieben. Waren bisher die meisten Siedler Ostküsten- und Midwest-US-Amerikaner gewesen, wanderten seit der Zeit auch Europäer ein, vor allem aus Deutschland, Rußland, Skandinavien und Großbritannien/Irland.

1859 wurde Oregon in den heutigen Grenzen Bundesstaat. In der zweiten Hälfte des 20. Jhs. wanderten noch einmal viele Menschen vor allem aus anderen Teilen der USA ein.

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Washington

Frühere Sprachfamilien: Mosan, Penutian, Athabaskisch

Umgangssprachen (über 1%): Englisch, ·Spanisch

Einheimische Umgangssprachen: (Lushootseed, Twana, [Nez Perce], Klallam, ...)

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Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Western American.

6% sprechen Spanisch. Sie sind aber erst in den letzten Jahrzehnten eingewandert. 3% sprechen eine andere indogermanische Sprache, 4,5% eine asiatische. Die größten Einzelgruppen sind der Reihe nach Chinesisch, Tagalog, Vietnamesisch, Koreanisch, Deutsch/Niedersächsisch und Russisch. 0,2% sprechen übrigens eine afrikanische Sprache.

Geschichte

Der Osten des Landes gehört zum Plateau. Hier lebten Wasco/Wishram/Cascades, Yakima, Middle-Columbia-River-Salishans, Palouse, Cayuse/Umatilla/Walla Walla, Western Columbia River Sahaptians, Spokane, Kalispel, Nord-Okanagan und Thompson. Der Westen, westlich des Kaskaden-Gebirges, gehört zum Nordwestküstenkulturraum. Hier lebten Chinookans, Kwalhioqua, Südwestküsten-Salish, Südküsten-Salish, Chemakum, Quileute, Zentral-Küstensalish und Makah.

Seit dem zweiten Drittel des 19. Jhs. gab es vereinzelte europäischstämmige Siedler, die meist Englisch sprachen. Damals war das Gebiet zwischen Großbritannien (Kanada) und den USA umstritten. Erst 1849 wurde es an die USA abgetreten, da die us-amerikanischen Siedler in der überwiegenden Mehrheit waren - die Mehrheit waren damals noch die Indianer, die "zählten" aber nicht. Das Oregon-Territorium wurde gebildet, zu dem damals auch der heutige Staat Washington gehörte. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Indianer durch Krankheiten stark dezimiert.

Seit dem dritten Drittel des 19. Jhs. stellten die Siedler die Mehrheit. Es kam zu Kriegen, vor allem mit den Nez Perce. Nach dessen Verlust durch die Indianer wurden diese in Reservate vertrieben. Waren bisher die meisten Siedler Ostküsten- und Midwest-US-Amerikaner gewesen, wanderten seit der Zeit auch Europäer ein, vor allem aus Deutschland, Rußland, Skandinavien sowie England und Schottland. Unter den Einwanderern setzte sich schnell Englisch als Umgangssprache durch. Amerikaner mit deutschen Vorfahren stellen heute die größte Gruppe.

1853 wurde das Washington-Territorium gebildet. Seit 1889 ist es Bundesstaat. In der zweiten Hälfte des 20. Jhs. wanderten noch einmal viele Menschen vor allem aus anderen Teilen der USA ein.

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Alaska

Einheimische Sprachfamilien: Na-Dene, Eskimo-Aleutisch

Umgangssprachen (einheimisch oder über 2%): Englisch, Iñupiaq, Yupik, Aleutisch, Haida, Tlingit, Eyak, Ahtna, Tanana, Han, Gwich'in, Koyukon, Tanaina, Kolchan, Ingalik, Holikachuk, Spanisch, Tagalog, (Russisch)

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Im voreuropäischen Alaska sind drei Kulturräume zu unterscheiden: die Küstengebiete (außer Panhandle), die dem arktischen Kulturraum angehören, das Landesinnere, in dem subarktische Völker leben, sowie der Nordwestküsten-Kulturraum, zu dem der Panhandle gehört. Letztere beide werden als "Indianer" zusammengefaßt; der arktische Kulturraum wird traditionell von Eskimos bewohnt. Darunter fallen auch die Aleuten auf den Aleuten-Inseln; sie sprechen die gleichnamige eskimo-aleutische Sprache, während die übrigen Eskimos Inuktitut-Dialekte sprechen, vor allem Iñupiaq.

Die Eskimo teilen sich in die Stämme: Pazifik-Eskimo, die Main Southwest Alaska Eskimo, die Bering Strait Eskimo, die Kotzebüe-Sound-Eskimo, die Nord-Alaska-Küsten-Eskimo, die Nord-Alaska-Eskimo sowie die Mackenzie Delta Eskimo im äußersten Nordosten, auf der St. Lawrence-Insel außerdem die St. Lawrence Island Eskimo.

Das Eskimo-Siedlungsgebiet wird noch heute fast ausschließlich von ihnen bewohnt, auch wenn es in den meisten Siedlungen auch einige europäischstämmige Amerikaner gibt. Umgangssprache ist allerdings heute in der Regel Englisch, nur einige ältere Leute beherrschen noch Iñupiaq, kommen allerdings kaum in die Situation, ihre Sprachkenntnisse einsetzen zu können. In den letzten Jahren gibt es eine Rückbesinnungswelle auf eskimoische Traditionen, dazu gehören auch Kontakte zu den Stammverwandten in Rußland. Auf die Sprache bezieht sich diese Welle aber nur in geringem Maße.

Die subarktischen Völker Alaskas sind die Ahtna, Tanana, Han, Kutchin, Koyukon, Tanaina, Kolchan, Ingalik und Holikachuk. Auch Tlingit leben in der Subarktis. In ihrem Siedlungsgebiet gibt es mehr "Weiße", sie stellen aber immer noch die Mehrheit. Zu ihrer sprachlichen Situation gilt im wesentlichen das gleiche wie bei den Alaska-Eskimos. Ihre übliche Umgangssprache ist Englisch. Mehr als die Eskimos waren die subarktischen Alaskaer der orthodoxen Mission unterworfen und sind in der Regel russisch-orthodox. Sie benutzen daher Russisch-Kirchenslawisch als Kirchensprache. Auch bei ihnen gab es eine Rückbesinnungswelle, die hier außer der Sprache auch die Religion ausschloß.

Auf dem Panhandle leben neben Tlingit Haida und Eyak. Der Panhandle ist der Siedlungsschwerpunkt Alaskas. Hier stellen die indianischen Völker nur noch eine Minderheit.

Geschichte

Alaska ist nach der heutigen Theorie der Besiedlung Amerikas von Asien aus der erste Teil des Kontinents, der von Menschen erreicht wurde. Die heutigen Bewohner stammen aber von verschiedenen Einwanderungswellen, die teilweise vom übrigen Amerika aus erfolgte.

Die Inuit oder Eskimo kamen erst in einer späteren Welle von Asien aus ins Land, die Aleuten wurden direkt von Sibirien aus besiedelt. Noch heute leben Aleuten in Sibirien.

Seit Mitte des 18. Jhs. stand Alaska unter russischer Herrschaft. Russen bildeten einige Siedlungen, einheimische Völker wurden durch Krankheiten auf ein Zehntel dezimiert. 1867 kauften die USA Alaska von Rußland. Seit 1959 ist Alaska ein Bundesstaat der USA. Viele russische Siedler verließen Alaska nach dem Verkauf, es gibt aber heute noch einige, vor allem im "Panhandle". Auch blieb der orthodoxe Glaube vielen einheimischen Völkern erhalten. Nach 1867 kamen natürlich us-amerikanische Siedler nach Alaska. Sie stellen heute die Mehrheit der Bevölkerung, auch wenn der Anteil "indigener" Völker in keinem Bundesstaat so hoch ist wie in Alaska. Unter den Einwanderern waren nicht nur britischstämmige: Es kamen auch viele Hispanier und Asiaten. So ist auf Teilen der Aleuten Tagalog die Umgangssprache eines Viertels der Bevölkerung.

Wikipedia.
Ethnologue.
APA Guide Alaska.
Klaus Bednarz (2002): Östlich der Sonne. Vom Baikalsee nach Alaska, Reinbek: Rowohlt.

Hawaii

Offizielle Amtssprache: Englisch, Hawaiianisch

Einheimische Umgangssprache: Hawaiianisch


 
[Gesamte Inselkette - der schwarze Strich zeigt die Grenze zwischen Hawaii- und den Midway-Inseln an; letztere gehören geographisch zu Hawaii, politisch aber zum Territorium Amerikanisch-Ozeanien.]
 

 
[Die Inseln mit dem Winde: Nur sie sind bewohnt.]

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Hawaii wurde in zwei Wellen von Polynesiern besiedelt. Die erste kam von den Markesas, wohl im 6.- 8. Jh. Eine zweite Welle nahm ihren Anfang in Tahiti, zwischen 1100 und 1300. Die Neuankömmlinge assimilierten die "Alteingesessenen". So entstand das Hawaiianische. Diese Sprache war bis ins 19. Jh. die einzige gesprochene Sprache auf Hawaii. Ab dem 19. Jh. kamen Farmer und deren Arbeiter ins Land. Sie hatten durch ihre wirtschaftliche Macht das Königreich Hawaii in wenigen Jahrzehnten in der Hand. Durch ihren Einfluß verstärkte sich die Einwanderung immer mehr (und wurde Hawaii Teil der USA). Die reicheren, deren große Mengen Land gehörten, kamen meist aus den USA, die Arbeiter aus China, Portugal, später auch aus Japan, den Philippinen und Korea. Auf den Plantagen entstand eine Kreolsprache auf englischer Basis. Sie verdrängte schnell die Muttersprachen der Einwanderer. Heute sind von der Abstammung her die Japaner die größte Bevölkerungsgruppe, gefolgt von den Europäern einschl. US-Amerikanern. Beide stellen um die vierzig Prozent. Die dritte Gruppe sind die Chinesen. Unter zehn Prozent sind Koreaner - und die Nachfahren der Hawaiianer. Es gibt heute keine Hawaiianer mehr, die nur hawaiianische Vorfahren hätten. Entsprechend bedroht war das Hawaiianische. Nur auf der Insel Ni'ihau, die in (us-amerikanischem) Privatbesitz ist, ist das Hawaiianische heute noch hauptsächliche Umgangssprache. Im übrigen Land dominiert das Englische. Da die meisten US-Amerikaner aus dem Westen der USA kamen, ist es in der Regel westamerikanisch gefärbt. Außerdem gibt es noch Sprecher der hawaiianischen Kreolsprache. Die abstammungsmäßig so dominanten Japaner sind in den sprachlichen Verhältnissen weniger hervorstechend: 5-10% der Bevölkerung sprechen Japanisch. Unter 5% bewegen sich chinesische Sprachen, Tagalog und Koreanisch. Noch geringer ist immer noch der Anteil des Hawaiianischen. In jüngster Zeit gibt es eine Wiedererweckungsbewegung für das Hawaiianische. Menschen mit oder zumindest mit überwiegend hawaiianischen Vorfahren fühlen sich in aller Regel als Hawaiianer. Lange Zeit hatte dieser Umstand keine sprachlichen Auswirkungen. Heute wird aber das Hawaiianische wieder gepflegt, Kinder und auch Erwachsene lernen es in Kursen und machen es zu ihrer Umgangssprache. Inzwischen ist es auch in den Schulen präsent und es ist zweite Amtssprache auf Hawaii.

Hawaii teilt sich in die Inseln mit dem Winde und die Inseln unter dem Winde. Die Inseln unter dem Winde sind unbewohnt. Es sind: Ka'ula, Nihoa, Necker (Mokumanamana), French Frigate Shoals (Mokupapapa), Gardner Pinnacles (Puhahonu), Maro Reef (Nalukakala), Laysan (Kauo), Lisianski (Papa'apoho), Pearl-und-Hermes-Atoll (Holoikauaua). Die Inseln mit dem Winde sind: Ni'ihau, Kaua'i, O'ahu, Moloka'i, Lana'i, Kaho'olawe, Maui und Hawai'i oder Big Island. Ni'ihau ist in Privatbesitz; dort ist in diesem Zusammenhang Hawaiianisch noch hauptsächliche Umgangssprache, wie oben erwähnt. Auf Kaua'i ist das Hawaiianische ausgestorben; der dortige Dialekt galt als besonders auffällig.