
Offizielle Amtssprache: Tadschikisch
Sprachfamilien: Iranisch, Turksprachen, (Slawisch),...
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In den drei Provinzen Chudschand, Duschanbe und Chatlon spricht man Tadschikisch, das ein persischer Dialekt ist und seit den 40ern mit kyrillischen Buchstaben geschrieben wird. 1998 wurde die Orthographie noch einmal geändert - fünf Buchstaben abgeschafft. In den 30ern wurden lateinische Buchstaben gebraucht. Die arabische Schrift wird allerdings wieder an den Schulen gelehrt und findet gelegentlich als Zierschrift Verwendung.
Eine Minderheit spricht nach dem Ethnolog Persisch. Im Hissar-Tal leben die Parja (Laghmani), deren Zuordnung innerhalb der indoarischen Sprachfamilie unklar ist. In zwei Sprach-Inseln leben die Jaghnobi, Nachkommen der Sogdier.
Im Wachsch-Tal (Prov. Chatlon) sowie in Chudschant und Kuliab gibt es Gruppen von Turkestan-Arabisch-Sprechern (Buchara-Arabisch). Im äußersten Süden von Chatlon gibt es eine Paschtu-Sprachinsel.
Es gibt eine bedeutende usbekische und im Süden eine turkmenische Minderheit.
Russisch bleibt weiterhin eine wichtige Sprache, wenn auch weniger wichtig als in anderen ehem. Sowjetrepubliken. Zeitungen gibt es weiter in beiden Sprachen. Die russische Minderheit besteht allerdings nur aus 3%, zu denen man vielleicht noch ein halbes Prozent russischsprachiger Angehöriger anderer Minderheiten hinzurechnen kann.
Im Dscherge-Tal sowie in der autonomen Region Berg-Badachschan leben auch Kirgisen. Teile von ihnen sind im Bürgerkrieg nach Kirgisien geflohen.
Der Ethnologue führt noch auf: Aimaq, Armenian 6,000, Western Balochi 4,842, Bashkir 5,412, Belarusan, Dungan, Georgian 808, Standard German, Hazaragi, Kazakh 9,606, Korean 13,000, Lak 861, Lithuanian 472, Osetin 8,000, Southern Pashto 4,000, Romanian 580, Tatar 80,000, Turkish, Turkmen 13,991, Ukrainian 41,000, Uyghur 3,581.
Umgangssprachen: Tadschikisch, Kirgisisch, Wakhi, Ischkaschimi, Schughni, Ruschani, Chufi, Bartangi, Jasgulami
In der Autonomen Provinz Berg-Badachschan werden Pamir-Sprachen gesprochen, im Osten Tadschikisch und Kirgisisch. Die in Tadschikistan gesprochenen Pamir-Sprachen sind:
Umgangssprachen:
Umgangssprachen: Tadschikisch, Russisch
In Duschanbe wohnt die Mehrheit der tadschikischen Bevölkerung. Hier leben auch die meisten der Russen, die landesweit 1,1% der Bevölkerung (vor dem Bürgerkrieg 1992-1997 3%) betragen, außerhalb von Duschanbe aber kaum (noch?) vertreten sind.
Umgangssprachen:
Gegen Ende des 2. Jhs. v.Chr. eroberten die nomadischen Skythen, auch Saken genannt, aus dem Norden das heutige Tadschikistan. Schon nach kurzer Zeit wurden sie von den Tocharern abgelöst. Es bildete sich das Reich von Kuschan, berühmt durch seine Verbindung verschiedener Kulturen und Religionen. Schriftsprache blieb meist das griechisch geschriebene Baktrisch. Nachdem der Westen im 4. Jh. unter sassanidische Herrschaft geriet, endete Kuschan durch die Eroberung der Kidariten (Hunnen), die bald darauf im 5. Jh. von den Hephthaliten abgelöst wurden.
Im 7. Jh. wurde das heutige Tadschikistan von Arabern erobert. Schriftsprache wurde Arabisch, seit dem 9. Jh. Persisch. So blieb es in den folgenden Jahrhunderten, während Mongolen im 13., Timuriden im 14./15., die persischen Safawiden im 17. Jh. das Land unter ihre Herrschaft brachten.
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Abgesehen von der wechselnden Herrschaftsschicht lebten wohl seit der Antike hauptsächlich iranische Völker in Tadschikistan, darunter in Badachschan die Pamir-Völker. Bei den meisten können wir nicht mehr feststellen, ob sie auf antike Völker, die an gleicher Stelle lebten, zurückgehen oder später zuwanderten. Usbeken sind in jüngerer Zeit eingewandert.
1868 fiel Tadschikistan an Rußland. Russen wanderten aber erst nach der Oktoberrevolution ein, als die Tadschikische SSR gebildet wurde. Seit 1991 ist das Land unabhängig. 1992-1997 herrschte Bürgerkrieg zwischen verschiedenen politischen Gruppen, hauptsächlich religiösen und säkularen Kräften. Viele Minderheiten haben in dieser Zeit das Land verlassen. So sank die russische Minderheit von 3% auf 1,1%.