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Polen

Offizielle Amtssprache: Polnisch

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Seit 1999 gibt es eine neue Einteilung der Wojewodschaften in Polen. Dieser folge ich hier. In Polen gab es nach 1945 kaum Einwanderung (außer den Einwanderer aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten), es gibt nur ein paar Griechen (meist kommunistische Flüchtlinge), Vietnamesen und Mazedonier. Im Gegenteil: Die meisten deutschsprachigen Einwohner der neugewonnenen Gebiete (ironischerweise außer in Ostpreußen zu einem Großteil wohl die Nachfahren germanisierter Slawen), die nicht schon 1945 geflohen waren, wurden zwischen 1945 und 1947 vertrieben. Von den Daheimgebliebenen verlies ein großer Teil in den folgenden Jahrzehnten ihre Heimat Richtung Westdeutschland. Die Auswanderung hat erst in jüngster Zeit abgenommen. "Einwanderung" gab es in dieser Hinsicht nur durch die Polen, die aus den durch die Westverschiebung Polens an die Sowjetunion gefallenen Gebieten kamen. Sie wurden zumeist in den von Deutschsprachigen verlassenen Westgebieten (den vormaligen deutschen Ostgebieten) angesiedelt. Das ehemalige Ostpolen gehört heute zu den Ländern Litauen, Weißrußland und Ukraine.

Polnisch läßt sich in die Dialektgruppen Großpolnisch (das dem Standard am nächsten steht), Masowisch, Kleinpolnisch und (Slawisch-)Schlesisch aufteilen. Das Schlesische, auch "Wasserpolnisch" genannt, ist bereits der Übergangsdialekt zum Tschechischen bzw. Mährischen. Er ist oder war stark von deutschen Lehnwörtern durchsetzt. In den nach 1945 polnisch gewordenen Gebieten (außer Masuren und Oberschlesien) sind Kolonialdialekte entstanden, die sich nahe am Standard bewegen (im folgenden unter Standard-Polnisch subsumiert).