Frühere Sprachfamilien: Algonkin
Umgangssprachen (über 1%): Englisch, Frankokanadisch/Akadisch, ([Mikmak], Maliseet-Passamaquoddy, Abnaki)
Neuengland ist die Hochburg der ersten weißen Einwanderer, die vorwiegend aus England kamen. Sie stellen die Bevölkerungsmehrheit. Wichtig sind daneben vor allem die Juden, die allerdings nur teilweise Jiddisch sprechen, die Iren (die in der Regel Englisch sprechen) und die Italiener. In Massachusetts gibt es Nachfahren von Einwanderern von Brava (Kapverdische Inseln), die noch Kabuverdianu sprechen.
Es gibt drei Ostalgonquische Sprachen auf dem Territorium Maines, die alle kurz vor dem Aussterben sind: Micmac, Passamaquoddy (sowie das sehr nah verwandte Maliseet) und Abnaki. Die Maliseet haben ihren Siedlungsschwerpunkt nördlich der kanadischen Grenze; es leben nur wenige Maliseet in Maine. Von größerer statistischer Relevanz sind die Einwanderer aus Quebec, die Französisch sprechen und sich um amtlichen Status für diese Sprache bemühen.
In New Hampshire und Vermont sind die Abnaki vorherrschend.
Das Englische Neuenglands wird als eigene Dialektgruppe von Kolonialdialekten betrachtet.
Frühere Sprachfamilien: Algonkin
Umgangssprachen (einheimisch und über 1%): Englisch, (Französisch, Spanisch), [Abnaki]
Allgemeine Umgangssprache ist Englisch, genauer die neuengländischen Dialekte. Diese sind noch weitgehend bewahrt, der Staat kennt für amerikanische Verhältnisse wenig Einwanderung. Französisch bzw. Frankokanadisch sprechen 3,4% der Bevölkerung, Spanisch 1,6%. Beide Sprachen dienen hauptsächlich als Haussprache. Die übrigen Einwanderergruppen sprechen heute in der Regel Englisch. Franzosen und Frankokanadier sind mit 26% die größte Herkunftsgruppe, gefolgt von Iren mit 21%. 20% sind englischer, je 10% italienischer oder deutscher Herkunft, 8% schottischer. Auch die Abnaki-Kultur ist weitgehend untergegangen. Kein einheimischer Indianer spricht noch Abnaki, es gibt auch keine Reservate in New Hampshire.
Frühere Sprachfamilien: Algonkin
Frühere Sprachfamilien: Algonkin
Frühere Sprachfamilien: Algonkin
Frühere Sprachfamilien: Algonkin
Frühere Sprachfamilien: Irokesisch, Algonkin
Den Staat New York kann man nach verschiedenen Kriterien unterteilen. Die häufigste ist wohl die folgende: Western New York (das Gebiet des ehem. Holland-Purchase), Finger Lakes, Northern New York, Süd-Ost-Upstate New York; diese Regionen werden als Upstate New York zusammengefaßt. Daneben gibt es New York City und Long Island. Diese werden auch (allerdings seltener) als Downstate New York bezeichnet.
In New York City werden nach einer nichtoffiziellen Zählung 75 Sprachen gesprochen. Hier ist die nicht-amerikanische Kultur (s.o.) insgesamt am stärksten. In jüngerer Zeit wächst das spanische Element, vor allem durch portorikanische Einwanderung. Traditionell stark sind die italienische, die jiddische, die irische (englischsprachig), die afroamerikanische (englischsprachig) und die chinesischsprachige Gemeinde. Die Chinesen sprechen vornehmlich Kantonesisch.
Long Island gehört vornehmlich zum Einzugsbereich von New York City. Upstate New York "schrumpft" tendentiell, da der Grenzbereich zum Downstate immer mehr zur Agglomeration von New York City zu werden tendiert. "Schrumpfen" ist hier in Anführungszeichen, weil natürlich flächenmäßig auch heute Upstate New York um ein Vielfaches größer ist als der Downstate.
Im Upstate New York dominiert heute das Englische als Umgangssprache. Allerdings sind die New-York-Stater mit britischer Herkunft auf das Zentrum konzentriert. Im Nordwesten sind Italiener, in der Westhälfte Deutsche die größte Herkunftsgruppe. Im Norden sind es die Frankokanadier. Auf den Sprachgebrauch hat dies kaum Einfluß. Lediglich die Frankokanadier im Norden pflegen ihr Quebecois.
Ursprünglich gehörte New York zur Nordost-Kultur und war vor allem von Algonkin-Völkern besiedelt. Diese wurden im Mittelalter von Irokesen vertrieben oder assimiliert. Um 1560 schlossen sich die fünf damals in New York lebenden irokesischen Völker zu einer Föderation zusammen: Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga und Seneca. Diesen schlossen sich 1722 die Tuscarora an (die vorher in den heutigen Südstaaten lebten); so wurde die Föderation als "Six Nations" bekannt. Unglücklicherweise kämpfte die Föderation im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf britischer Seite. Daher flohen nach dem Krieg viele Mitglieder nach Kanada. Die Mohawk z.B. sind fast vollständig nach Ontario ausgewandert. Die daheimgebliebenen Indianer verloren nach und nach ihr Land. Heute gibt es eine Reihe von Reservaten, vornehmlich in Western New York. Dort haben die Seneca mehrere Reservate, außerdem die Cayuga eines, an den Niagara-Fällen ist ein Tuscarora-Reservat. Allerdings hatte Tuscarora in den 70er Jahren nur noch 45 Sprecher und ist möglicherweise ausgestorben. Im äußersten Norden ist das Akwesasne-Reservat der Mohawk, das an ein gleichnamiges Reservat in Kanada grenzt; die Mohawk dürfen die Grenze ohne Kontrollen passieren. Außerdem gibt es in den Finger Lakes ein Onondaga und ein Oneida-Reservat.
Nur der äußerste Süden und Osten des Staats waren zur Zeit der Ankunft der Europäer von anderen Völkern als denen der Föderation besiedelt. Im Süden waren dies die irokesischen Völker der Erie und der Susquehannock, im Osten die Algonkin-Völker Laurentian, Mahican, Delaware und Metoac.
Die Metoac besiedelten vor der europäischen Landnahme die Insel Long Island. Zu ihren Stämmen gehören die Shinnecock, die das gleichnamige Reservat besiedeln und die Unquachog, die im Poosepatuck-Reservat wohnen. Beide liegen auf Long Island. Allerdings sprechen sie Englisch. Das Metoac ist im 19. Jh. ausgestorben.
Die ersten Europäer, die den Staat New York beanspruchten, waren die Niederländer. Sie gründeten die Stadt Nieuw Amsterdam, das heutige New York, und schickten niederländische Siedler ins Land, die allerdings bald mit englischen Siedlern konkurrierten, die von Neuengland aus ins Land kamen. Bis ins 19. Jh. (?) hielt sich das Niederländische in einer archaiischen Variante als Sprache der Nachkommen der ersten Kolonisatoren.
http://www.mla.org/map_data_results&state_id=36&mode=state_tops.
Frühere Sprachfamilien: Algonkin
Umgangssprachen: Englisch, ... [Jersey Dutch]
In New Jersey lebten an Indianern vor allem Delaware, die den Algonkin-Sprachen zuzurechnen sind. Das Delaware teilt sich in das Unami im Süden und das Munsee im Norden. In New Jersey spricht diese Sprache niemand mehr. Die im Land lebenden Indianer sind auch meist individuelle Einwanderer, so daß in New Jersey wohl keine amerikanischen Sprachen mehr gesprochen werden. Auch das Jersey Dutch, ein niederländischer Kolonialdialekt, der in zwei Varianten existierte -- eine von Afrikastämmigen und eine von Europastämmigen -- ist im 19. Jh. ausgestorben.
Frühere Sprachfamilien: Irokesisch, Algonkin
Umgangssprachen: Englisch, Pennsylvania Dutch, weitere Sprachen von Einwanderern
Die größten Herkunftsgruppen sind Deutsche (28%), Iren (18%), Italiener (13%), Engländer (9%) und Polen (7%). Die Amischen und die Old Order Mennonites haben ihre pfälzische Umgangssprache, das Pennsylvania Dutch, bis heute bewahrt. Im übrigen wird vornehmlich west- und ostpennsylvanisches Englisch (vgl. Phon. Atlas des Amer. Engl.) gesprochen.
Es gibt keine Reservate in Pennsylvania.
In "vorkolumbianischer" Zeit lebten Erie, Susquehannock, Shawnee, Nanticoke und Lenape in Pennsylvania. Die Erie gerieten Ende des 16. Jhs. unter Herrschaft der Irokesen-Föderation (genauer der Seneca) und wurden sprachlich assimiliert. Bald darauf erreichten europäische, zunächst finnische und schwedische Händler die Region. Durch deren Krankheiten und Kriege war das Gebiet recht entvölkert, als Ende des 17. Jhs. die Quaker den Südosten Pennsylvanias in Besitz nahmen, als britische Kolonie Pennsylvania (benannt nach ihrem Führer William Penn). Im folgenden Jahrhundert kamen viele Siedler meist kleinerer christlicher Sekten von den britischen Inseln und Deutschland/Tschechien ins Land. Die Amish und Mennoniten haben ihre pfälzische Umgangssprache bis heute bewahrt, das Pennsylvania Dutch. Der Nordosten war bis Ende des 18. Jhs. vornehmlich indianisch besiedelt, europäische Siedler kamen seit Mitte des Jhs. 1795 war der letzte indianische Widerstand gebrochen. Der Westen war bis Ende des 18. Jhs. von europäischer Besiedlung unbehelligt, allerdings übten die Franzosen seit Ende des 17. Jhs. die Oberherrschaft aus, kämpften Mitte des 18. Jhs. mit den Engländern um die Vorherrschaft im Gebiet. Um 1770 hatten sich die Briten endgültig durchgesetzt, bald darauf begann die europäische Besiedlung auch dieser Gebiete. Pennsylvania war einer der Vorreiter bei der amerikanischen Revolution, Philadelphia PA war die erste Hauptstadt der USA.
Douglas Root (2003): Pennsylvania (Compass American Guides), New
York: Fodors.
Wikipedia.