
Offizielle Amtssprache: Spanisch
Bogotá ist die Hauptstadt des Landes und Zentrum des zentralen Hochlandes. Es ist als Bundesdistrikt eine spezielle Verwaltungseinheit. In Bogotá leben heute Menschen aus allen Teilen Kolumbiens. Man spricht Spanisch.
Einheimische Sprachfamilien: Arawak, Carabayo, Tupi-Guarani, Ticuna, Andoque, Witoto, Tucanoa, Tanimuca-Retuarã
Einheimische Sprachfamilien: Choco
Heute ist Antioquia spanisch geprägt. Es gibt nur noch einige Choco-Völker im Departamento. Das Umland von Medellín ist durch baskische Einwanderer geprägt.
Einheimische Sprachfamilien: Chibcha, Guahibisch
Arauca gehört schon zum Orinoko-Amazonas-Regenwald (?)-Großraum. Neben Spanisch werden Chibcha-Sprachen und Arawak-Sprachen gesprochen.Im departamento wird hauptsächlich Spanisch gesprochen. Es gehört dem karibischen Teil Kolumbiens an. Afrikanischstämmige machen neben Mestizen einen großen Teil der Bevölkerung aus, aber auch aus anderen Ländern haben sich in der Hauptstadt Barranquilla Einwanderer angesiedelt, auch z.B. aus arabischsprachigen Ländern.
In Bolívar wird hauptsächlich Spanisch gesprochen. Es gehört zum karibischen Kolumbien. Die Einwohner sind zu einem großen Teil afrikanischer Abstammung. In einem Dorf gibt es das Palenquero, gesprochen von Nachfahren entlaufener afrikanischstämmiger Sklaven. Es ist eine der zwei spanischbasierten Kreolsprachen der Welt.
Einheimische Sprachfamilien: Chibcha
Boyacá gehört zum zentralen Hochland. Die Bevölkerung ist vorwiegend spanischer Abstammung. Neben Spanisch werden in kleinen Sprachinseln Chibcha-Sprachen gesprochen.Caldas gehört zur Groß-Antioquia-Region. Die Bevölkerung ist großenteils mestizisch oder spanischer Herkunft.
Caquetá gehört zum Regenwald-Gebiet. Neben Spanisch wird Yari, Andoque, Koreguaje und Witoto-Sprachen gesprochen.
Einheimische Sprachfamilien: Chibcha, Guahibisch, Arawak, Salivanisch
Casanare gehört zum Orinoko-Amazonas-Regenwald (?)-Großraum.
Einheimische Sprachfamilien: Choco, Paez, Baracoa
Cauca bildet das Zentrum der Groß-Cauca-Region. Neben Spanisch werden Chocó-Sprachen, Paez und Guambiano gesprochen.
Einheimische Sprachfamilien: Chibcha
Cesar gehört zum karibischen Kolumbien. Afrikanischstämmige machen einen beachtlichen Teil der Bevölkerung aus. Neben Spanisch werden Chibcha-Sprachen gesprochen.
Einheimische Sprachfamilien: Chocó, Chibcha
90% der Bevölkerung besteht aus Afrokolumbianern. Sie sprechen Spanisch. Die übrigen 10% sind hauptsächlich Indianer. Wie quasi der Name schon sagt, leben im Chocó an Indianern hauptsächlich Chocó-Völker. Im Grenzgebiet zu Panama leben auch Kuna. Die indianischen Völker haben sich in der Organización Regional Embera-Waunana) zusammengeschlossen.In Córdoba wird vornehmlich Spanisch gesprochen. In jüngster Zeit gab es viele arabischsprachige Einwanderer. Córdoba gehört zum karibischen Kolumbien.
Cundinamarca ist die Provinz um die Hauptstadt Bogotá. Es gehört zum zentralen Hochland. Es wird fast ausschließlich Spanisch gesprochen.
Einheimische Sprachfamilien: Arawak, Puinave
Guainía liegt im Gebiet der Zuflüsse von Orinoko und Amazonas, das bereits hauptsächlich von Regenwald (?) bedeckt ist oder bis vor kurzem war. Es ist dünn besiedelt. Man spricht hauptsächlich Arawak-Sprachen oder Puinave.
Huila gehört zum zentralen Hochland. Die Bevölkerung ist vorwiegend spanischer Abstammung. Das Paez-Sprachgebiet ragt nach Huila hinein.
La Guajira liegt an der karibischen Küste. In La Guajira wird außer Spanisch von gut einem Drittel der Bevölkerung Wayuu gesprochen, eine Arawak-Sprache.
Guaviare gehört zum Regenwald-Gebiet. Neben Spanisch werden Carijona, Maku-Sprachen, guahibische Sprachen und Cubeo gesprochen.
Magdalena gehört zum karibischen Kolumbien. Entsprechend hoch ist der Anteil Afrikanischstämmiger. In Magdalena werden außer Spanisch Chibcha-Sprachen gesprochen.
Einheimische Sprachfamilien: Guahibisch, Arawak, Salivanisch
Meta liegt in den Llanos. Neben Spanisch spricht man hauptsächlich guahibische und Arawak-Sprachen.
Einheimische Sprachfamilien: Quechua, Cofán, Barbacoa, Camsá, Choco
Einheimische Sprachfamilien: Chibcha
Norte de Santander gehört bereits zum zentralen Hochland. Neben Spanisch werden Chibcha-Sprachen gesprochen.
Einheimische Sprachfamilien: Tukanoanisch, Witoto, Quechua, Camsá, Cofán
Quindío gehört zur Groß-Antioquia-Region. Die Bevölkerung ist großenteils mestizisch oder spanischer Herkunft.
Risaralda gehört zur Groß-Antioquia-Region. Die Bevölkerung ist großenteils mestizisch oder spanischer Herkunft. Es werden außerdem Chocó-Sprachen gesprochen.
Einheimische Sprachfamilien: Chibcha
Santander gehört zum zentralen Hochland. Die Bevölkerung ist vorwiegend spanischer Abstammung. Neben Spanisch werden Chibcha-Sprachen gesprochen.In Sucre wird hauptsächlich (küstenkolumbianisches) Spanisch gesprochen.
Tolima gehört zum zentralen Hochland. Die Bevölkerung ist vorwiegend spanischer Abstammung. Das Paez-Gebiet ragt nach Tolima hinein.
Valle del Cauca gehört zur Groß-Cauca-Region. Neben Spanisch werden Chocó-Sprachen gesprochen.
Einheimische Sprachfamilien: Tukanoanisch, Arawak, Maku, Tupi-Guarani, Caribe
(Einheimische) Sprachfamilien: Guahibisch, Arawak, Puinave, (Salivanisch)
Vichada liegt im Gebiet der Zuflüsse von Orinoko und Amazonas, das bereits hauptsächlich von Regenwald (?) bedeckt ist oder bis vor kurzem war. Es ist dünn besiedelt. Man spricht hauptsächlich guahibische Sprachen.
Sprachenkarte Nord-Kolumbiens (Ethnologue)
Sprachenkarte Süd-Kolumbiens (Ethnologue)
Ethnologue.
Miloslav Stingl (1982): Das Reich der Inka. Ruhm und Tod der "Sonnensöhne", Wien/Düsseldorf: ECON.
Offizielle Amtssprache: Spanisch
Umgangssprachen: Islander Creole (Kontinuum zum Englischen), Spanisch, Syrisch-Arabisch
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Auf San Andrés und Providencia gibt es eine doppelte Diglossie. Die "ursprünglichen" Einwohner sind die Nachfahren englischer Siedler, mehr jedoch afrikanischer Sklaven dieser Siedler. Ihre angestammte Umgangssprache ist Islander Creole, eine Kreolsprache auf englischer Basis, die dem Jamaikanischen nahesteht. Daneben beherrschen sie meist auch Standard-Englisch und benutzen es in schriftsprachlichen Kontexten.
Seit Mitte des 20. Jhs. sind außerdem Kolumbianer eingewandert. Auf San Andrés sind sie heute in der Mehrheit (während auf Providencia weiterhin die Kreolen die Mehrheit stellen). Sie sprechen kolumbianischen Küstendialekt oder Andenkolumbianisch. Beides sind spanische Kolonialdialekte aus Kolumbien. Daneben beherrschen sie und nutzen für alle schriftsprachlichen Kontexte Standard-Spanisch in seiner lateinamerikanischen, genauer kolumbianischen Variante.
Da Kolumbien sich als einsprachiges Land versteht, findet Schulunterricht auf Spanisch statt. Unter anderem deshalb beherrschen viele der Kreolen ebenfalls Spanisch, oft auch den kolumbianischen Küstendialekt, der sich als Ausgleichsdialekt auf den Inseln durchsetzt. Für viele der Einwanderer gilt das Umgekehrte, so daß ein großer Teil der Bevölkerung viersprachig ist. Medien sind eher spanischsprachig als englischsprachig.
Neben diesen großen Gruppen gibt es vor allem zwei weitere Einwanderergruppen: zum einen Chinesen, die im 19. Jh. kamen; hier kamen aber nur Männer, die später mittelamerikanische Frauen heirateten. Daher waren sie sprachlich schnell assimiliert. Die andere Gruppe sind Syrer und Libanesen. Sie bleiben meist unter sich, sprechen im Alltag Syrisch-Arabisch und nur im Handelsverkehr mit der übrigen Bevölkerung Englisch und/oder Spanisch.
Nach seiner "Entdeckung" durch Kolumbus gehörten die Inseln San Andrés, Providencia und die Corn Islands oder Islas de Maíz verschiedenen europäischen Mächten. Sie wurden auch mehrfach neu besiedelt. Zunächst ließen sich 1627 englische Puritaner (mit Sklaven) nieder. 1641 wurde die Kolonie von Spanien erobert, die Puritaner ausgesiedelt. Die Sklaven blieben. Sie nahmen sich indianische Frauen von der Miskita-Küste in Mittelamerika. Zwischendurch nutzten Piraten die Inseln als Station, das hatte aber keinen bleibenden Effekt. 1670 kamen wieder englische Schiffe, mit ihnen 90 englische Siedler und 80 Sklaven. Die Inseln waren wieder britisch. Später kamen weitere englischsprachige Einwanderer. In den 1830er Jahren ließen die meisten Siedler ihre Sklaven frei. 1739 kamen die Inseln wieder unter spanische Herrschaft, von dieser 1822 unter kolumbianische. Im 19. Jh. wanderten chinesische Männer ein, die später mittelamerikanische Frauen heirateten. Im 20. Jh. wanderten Syrer und Libanesen ein. Besonders bedeutend ist die Einwanderung von Kolumbianern seit dem 2. Weltkrieg, hauptsächlich auf San Andrés, die dort inzwischen die Mehrheit der Bevölkerung stellen. 1928 trat Kolumbien die zu der Inselgruppe gehörenden Corn Islands (span.: Islas de Maíz) an Nicaragua ab.
Isabel Clemente (Hrsg.)(1989): San Andrés y Providencia:
tradiciones culturales y coyuntura política, Bogotá: Ediciones
Uniandes.
Wikipedia.
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Die Inseln sind unbewohnt.
Offizielle Amtssprache: Spanisch
Die Souveränität über diese Inseln wird von Kolumbien und Honduras gemeinsam ausgeübt. Auch die USA erheben Ansprüche auf sie. Die Inseln sind unbewohnt.
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Malpelo liegt 500km vor der kolumbianischen Küste, etwa ebensoweit (?) vor der panamaischen; es ist von einigen kleineren Inseln umgeben. Es ist Teil des departamento Cauca. Bis auf eine kolumbianische Garnison (seit 1986) sind die Inseln unbewohnt.