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Grönland (DK)

Offizielle Amtssprache: Grönländisch, Dänisch

Umgangssprachen: Grönländisch/Nordgrönländisch, Dänisch, (Englisch)

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Avannaa
Kitaa
Tunu
Geschichte

88% der Bevölkerung sind Eskimos. Sie sprechen Grönländisch. 12% sind Dänen und andere Nicht-Grönländer. Sie sprechen Dänisch bzw. andere Sprachen. Verkehrssprache unter ihnen ist Dänisch. Sie leben meist nur wenige Jahre im Land. Es gibt nur wenig Kontakt zwischen Grönländern und Nicht-Grönländern.

Die Grönländer sprechen Eskimo- oder Inuit-Sprachen, im Norden Inuktitut, im übrigen Land Grönländisch. Im Gegensatz zu vielen Eskimo/Inuit-Gemeinschaften in Kanada benutzt man das lateinische Alphabet.

Offizielle Landessprache ist Grönländisch. An den Schulen findet der Unterricht zweisprachig grönländisch/dänisch statt.

Avannaa
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In Thule gibt es eine amerikanische Militärbasis, in der nur amerikanische Soldaten leben. Die grönländischen Bewohner wurden ihretwegen 1953 ins 140km nördlich gelegene Qaanaaq umgesiedelt. Im übrigen teilt sich Avannaa in zwei Kommunen. Die östliche davon gehört zum grönländischen Naturpark und ist unbewohnt. Nur Grönländer dürfen ihn bei der Jagd betreten. Die andere ist die Kommune Qaanaaq. Hier leben ein paar Hundert Menschen. Sie sind vor etwa 150 Jahren aus dem heutigen Kanada eingewandert. Sie sprechen einen Inuktitut-Dialekt.

Kitaa
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Kitaa ist der dichtestbesiedelte Teil Grönlands. Hier konzentrieren sich die meisten der Dänen. Auch viele Grönländer haben hier dänische oder andere europäische Vorfahren. Die Sprache ist davon aber nicht sehr beeinflußt. Die Sprache der Kitaa-Bewohner ist das Westgrönländische, das auch den grönländischen Standard darstellt. Der äußerste Norden gehört noch zum Nordgrönländischen, das ein Inuktitut-Dialekt ist.

Von etwa 1000 bis etwa 1500 gab es an der Südküste eine wikingische Siedlung. Sie sprachen wohl Altnordisch bzw. einen isländischen Dialekt. Die Bewohner sind aber ausgestorben oder weggezogen, wahrscheinlich um 1500.

Tunu
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Tunu bedeutet Rückseite. Es besteht aus drei Kommunen. Die nördlichste gehört zum grönländischen Nationalpark und ist unbewohnt. Lediglich Grönländer dürfen sie bei der Jagd betreten. Im übrigen Tunu wohnen einige Tausend Menschen. Darunter sind auch einige (temporär hier wohnende) Dänen. Die Grönländer Tunus sprechen einen vom Westgrönländischen deutlich verschiedenen Dialekt, das Ostgrönländische.

Geschichte
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Grönland ist etwa seit 3000v.Chr. besiedelt. Die ersten Siedler waren Prä-Dorset-Eskimo. Sie wurden ab 500v.Chr. von einer zweiten Inuit-Siedlungswelle verdrängt (oder assimiliert), den Dorset-Eskimo. Dabei wurde zunächst nur die Westküste besiedelt. Später kam die Ostküste hinzu.

Ab 982 wanderten Wikinger aus Island ein und gründeten zwei von den Eskimo unabhängige Siedlungen, eine um die Bucht von Julianehåb, eine um den Godthåb-Fjord. Sie siedelten mehrere Jahrhunderte im Süden Grönlands und sprachen eine Variante des Altnordischen. Spätestens im 16. Jh. starb die nordische Bevölkerung aus. Die Eskimo/Inuit hatten erst kurz vorher von Süden der Insel erschlossen und waren jetzt wieder die einzigen Bewohner Grönlands. Ab dem 18. Jh. gab es wieder vereinzelte Stützpunkte nordischer Walfänger, die aber immer nur zeitweise auf der Insel wohnten. Im 19. Jh. fiel Grönland unter dänische Herrschaft (die Dänemark mit der einstigen nordischen Siedlung begründete). Es wanderten aber kaum Dänen auf die Insel ein.

Im 19. Jh. wurde auch der Norden Grönlands besiedelt. Die Siedler kamen aus dem Norden Kanadas und sprechen Ost-Inuktitut-Dialekte, das Nordgrönländische.

Ab etwa 1950 begann die dänische Einwanderung. Sie erreichte einen Bevölkerungsanteil von 20%, auch wenn viele Dänen nur für einige Jahre im Lande wohnen. Seit 1953 ist Grönland keine Kolonie mehr, sondern autonomer Teil des dänischen Königreichs. Dennoch fiel in diese Zeit eine zunehmende Danisierung, bedingt durch die dänischen Einwanderer. Sie setzten Dänisch als zweite Landessprache durch. Dänen sprechen in der Regel nur Dänisch, durch die dänische Präsenz hat das Dänische auch im Schulunterricht der einheimischen Grönländer eine bedeutende Position erhalten. Die meisten Grönländer beherrschen heute Dänisch.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde außerdem im Norden in Thule eine amerikanische Militärstation eingerichtet, in der amerikanischen Soldaten für einige Jahre leben. Diese sprechen selbstverständlich in aller Regel nur Englisch.

Wikipedia.
Fritz Petrick (2002): Norwegen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (Geschichte der Länder Skandinaviens), Regensburg: Pustet.
James Graham-Campbell (1980): Das Leben der Wikinger: Krieger, Händler und Entdecker, Berlin; Hamburg: Kristall-Verlag.