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Costa Rica

Offizielle Amtssprache: Spanisch

Sprachfamilien: Romanisch, Germanisch, Chibcha, (Uto-Aztekisch), (Otomangisch)

Umgangssprachen: Spanisch, Limón Creole, Kantonesisch, (Hakka?, Min?), Plautdietsch, weitere Sprachen von Einwanderern, Boruca, Bribri, Cabécar, Guatuso, Teribe, [Choluteco, Nahoa, Huetar]

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Die vorherrschende Sprache ist Spanisch. Der Anteil indianischsprachiger Menschen liegt bei einem Prozent, ebenso hoch wie der der Chinesen. In Costa Rica sind mehr Menschen rein europäischer Abstammung als in den anderen Ländern Mittelamerikas, wo die meisten Menschen Mestizen sind. Der Anteil der Mestizen steigt in jüngster Zeit allerdings, da aus vielen lateinamerikanischen Ländern Menschen in das reichste Land Mittelamerikas einwandern -- vor allem aus dem lange im Bürgerkrieg liegenden Nicaragua. Die eingewanderten Europäer waren meist Spanier, Deutsche, Polen, Italiener, darunter jeweils auch viele Juden. In der zweiten Generation sprechen diese Spanisch, außer den etwa 100 Mennoniten, die aus Kanada und den USA über Mexiko und Honduras eingewandert sind. Sie sprechen Plautdietsch.

An der Karibikküste wohnen auch afrikanischstämmige Sprecher des Limón Creole.

Die meisten der heute noch im Land lebenden Indianer sprechen heute Spanisch. Von den indianischen Sprachen sind nur einige Chibcha-Sprachen übriggeblieben: Boruca, Bribri, Cabécar, Guatuso und Teribe. Die lebendigsten dieser Sprachen sind das Bribri und Cabécar in Talamanca. Früher gab es Sprecher der Mangue-Sprachen: Das Choluteco ist im 18. Jh. ausgestorben. Gleiches geschah dem Nahoa, wohl ein Nahuatl-Dialekt. Das Huetar war in vorspanischer Zeit lingua franca das Zentraltals. Es ist Ende des 17. Jh. ausgestorben. Zu dieser Zeit sprachen alle Indianer des Zentraltals Spanisch. Vorher gab es wohl noch mehrere andere Sprachen in der Region, die aber unbekannt geblieben sind.

Sprachenkarte Costa Ricas (Ethnologue)

Geschichte

Costa Rica teilt sich in folgende Großregionen: die Guanacaste-Nicoya-, die Atlantik-, die Diquis-Region und das zentrale Hochland. Während die ersteren drei mittelamerikanische Kulturen sind, gehört das Zentrum zu Zwischenzone (área intermedia) zwischen Mittel- und Südamerika. Die Gesellschaft der Guanacaste-Nicoya-Region trieb regen Handel und war weit entwickelt. In ihr lag die Stadt Guayabo, deren Blütezeit von 1000v.Chr-ca.1400 dauerte. Sie hatte Verbindungen bis Mexiko und Ecuador.

Im 16. Jh. eroberte Spanien Costa Rica. Lediglich die Region Talamanca im Hochland blieb verschont. Im Laufe des 16. Jhs. starben die meisten Indianer im spanischen Herrschaftsgebiet durch Mord, Krankheiten oder Versklavung. Spanische Siedler strömten ins Land. Seit dieser Zeit sind die Indianer nur noch eine kleine Minderheit außerhalb Talamancas, allgemeine Umgangssprache ist Spanisch. Im 18. Jh. wurde auch Talamanca spanisch. 1821 endete die spanische Herrschaft. Zwei Jahre lang war der Status Costa Ricas unklar, dann wurde es Teil der Zentralamerikanischen Bundesrepublik. Diese zerbrach 1840, seitdem ist Costa Rica unabhängig. Im 20. Jh. sind die meisten verbliebenen Indianer zum Spanischen übergegangen.

Im 19. Jh. wanderten Chinesen als Vertragsarbeiter ein. Ebenfalls im 19. Jh. entstand an der Atlantikküste eine Gemeinschaft von Einwanderern von den Westindischen Inseln, ebenfalls als Vertragsarbeiter. Sie entwickelten mit der Zeit einen anglokaribischen Ausgleichsdialekt, den sie noch heute sprechen.

APA-Guide Costa Rica

Kokos-Insel

Offizielle Amtssprache: Spanisch

Karte der Kokosinsel

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Die Kokos-Insel liegt im Pazifik etwa 500km vor der Küste Costa Ricas und ist unbewohnt.