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Johannes Reese

Textzusammenfassung · Internat. Layout · Übersetzungen · Aussprachetraining · Historische Recherche · Ghostwriting

Chile

Offizielle Amtssprache: Spanisch

Einheimische Sprachfamilien: Araukanisch, Jaqi, Quechua, Alacufanisch, [Yámana, Atacameño]

Umgangssprachen: Spanisch, Aymara, ..., [Yámana]

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In Chile wird hauptsächlich Spanisch gesprochen, die meisten Einwohner sind Mestizen. Dabei gibt es neben dem allgemeinen chilenischen Spanisch eine besondere Varianten, vor allem die Variante von Chiloé ist hier zu nennen. Im äußersten Norden wird Aymara und Quechua gesprochen. In der Mitte des Landes gibt es noch eine größere Gruppe von Mapadungun- oder Mapuche-Sprechern. Mapadungun gehört zur Familie der araukanischen Sprachen, die ursprünglich die Sprachfamilie im größten Teil des Landes waren. Im Süden gibt es letzte Reste von Qawasqar- (alacufanisch) und Yamana-Sprechern.

Neben Spaniern sind Europäern aus vielen Ländern eingewandert. Die bedeutendsten Gruppen sind die Deutschen, die eher im Süden siedeln, und die Engländer.

Sprachenkarte Chiles (Ethnologue)

Geschichte
Der Bío Bío ist eine alte Kulturgrenze. Einst trennte er die araukanischen Völker im Süden von den übrigen indianischen Völkern. Erstere konnten sich ihre Unabhängigkeit bis ins 19. Jh. bewahren. Danach wurden sie Teil Chiles und in Reservate, spanisch reducciones, abgeschoben. Chilenen und Europäer begannen, das Land zu besiedeln. Das indianische Element ist hier aber immer noch stark. Auf der anderen Seite ist das nicht-spanische europäische Element hier aber auch stärker als in anderen amerikanischen Staaten. Die Nachkommen nichtspanischsprachiger Einwanderer bewahren hier oft ihre Kultur und Sprache.

Der Norden gehörte seit dem 15. Jh. zum Inka-Reich. Die Inka assimilierten die einheimischen Völker und schufen eine einheitliche Quechua-Kultur, ein Prozeß, der allerdings zum Zeitpunkt der spanischen Eroberung noch nicht abgeschlossen war. Lediglich die Aymara entzogen sich der Assimilation. Im 16. Jh. fiel das Inka-Reich an Spanien. In der Folge vermischten sich die Eroberer und spanischen Einwanderer mit den Indianern. Eine (spanischsprachige) mestizische Kultur entstand, die heute die chilenische ist. Sie unterscheidet sich von anderen mestizischen Kulturen durch ein stärkeres europäisches Element und die Besonderheiten der hiesigen indianischen Völker als Substrat. Ein Sechstel bis ein Viertel der Bevölkerung haben nur europäische Vorfahren. Die chilenische Kultur blickt nach Europa, ihre Sprache ist das Spanische. Seit dem 19. Jh. wanderten weitere Europäer nach Chile ein. Weniger als in Südchile, aber mehr als in anderen amerikanischen Staaten neigen ihre Nachkommen dazu, Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes beizubehalten. Praktisch alle Chilenen sprechen aber neben einer evtl. anderen Muttersprache auch Spanisch, das die allgemeine Umgangssprache des Landes ist. Chile wurde 1818 von Spanien unabhängig, der heutige äußerste Norden, die Atacama-Wüste, gehörte allerdings damals zu Peru und Bolivien. Erst im Salpeterkrieg gewann Chile 1883 diese Gebiete.

Ethnologue.
Wikipedia.
APA Guide Chile.
Miloslav Stingl (1982): Das Reich der Inka. Ruhm und Tod der "Sonnensöhne", Wien/Düsseldorf: ECON.

Osterinsel

Offizielle Amtssprache: Spanisch

Umgangssprachen: Rapa Nui, Spanisch

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Die Sprache der Osterinsel, das Rapanui, gehört zu den polynesischen Sprachen. Zu dieser Sprache gab es einst eine Schrift, das Rongorongo; diese Schrift war wohl nicht ganz vollständig, mehr als Gedächtnisstütze denn als Aufzeichnung von Sprache. Ähnliches war nach jeweiliger einheimischer Überlieferung auch auf einigen anderen polynesischen Inseln zu finden. Es ist unklar, ob in früheren Jahrhunderten neben den Polynesiern auch Einwanderer aus Südamerika im Land lebten. Die berühmten Steinfiguren, die Moai, sind nämlich für Polynesien sehr untypisch. Daher gibt es Mutmaßungen, diese südamerikanischen Einwanderer hätten die Skulpturen errichtet. Diese eventuellen Einwanderer sind aber später entweder ausgestorben oder haben sich mit den möglicherweise auch später gekommenen Polynesiern vermischt, ohne sprachliche Spuren zu hinterlassen. Heute wird eher die These vertreten, daß es zwar mehrere Einwanderungswellen gab und eine Kultur bei der Vermischung beider unterging, man nimmt aber an, daß beide von Westen her kamen. Die polynesische Bevölkerung betrug im 17. Jh. gut 10000 Menschen. Bis Mitte des 19. Jh. war sie auf 4500 gefallen, durch die peruanischen Sklavenhändler, die ganz Polynesien heimsuchten, sank die Zahl auf 900, gegen Ende des 19. Jh. lebten nur noch etwas mehr als hundert Menschen auf der Osterinsel. Seitdem sind nur die Dörfer Hangaroa und Matarevi bewohnt. Inzwischen hat sich die Zahl erholt, beträgt jetzt mehrere Tausend, darunter sind aber auch eine beachtliche Zahl von Einwanderern. Die ersten nicht-polynesischen Einwanderer in neuerer Zeit waren britische und französische Schafhirten, die Mitte des 20. Jhs. durch chilenische abgelöst wurden. Später kamen Chilenen als Verwaltungsangestellte ins Land.

Heute stellen die Rapa Nui nur noch 60% der Bevölkerung. Noch 1988 waren sie über 80%. Die übrigen Einwohner sind Chilenen, europäischer oder indianischer Abstammung (ca. 1%). Sie leben in aller Regel nur vorübergehend im Land und sind z.B. als Verwaltungsbeamte u.ä. tätig. Umgangssprache unter den Einwanderern ist Spanisch, unter den Polynesiern weiterhin meist Rapa Nui. Schriftsprache ist Spanisch.

Sala y Gómez

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Die Insel (samt dem angrenzenden Riff Bajo Scott) ist unbewohnt. Sie liegt in der Nähe der Osterinsel und wurde früher von den Osterinsulanern wirtschaftlich genutzt.

Juan Fernández

Offizielle Amtssprache: Spanisch

Umgangssprache: Spanisch

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Der Archipel besteht aus den beiden Inseln Robinsón Crusoe (früher Más a Tierra) und Alejandro Selkirk (1,5km von Robinson Crusoe liegt außerdem das unbewohnte Inselchen Santa Clara). Die Inseln waren bis ins 19. Jh. unbewohnt (der auf Más a Tierra gestrandete Schotte Alexander Selkirk war das Vorbild für die Romanfigur Robinson Crusoe; er lebte vier Jahre allein auf der Insel). Dann wanderten einige Chilenen und Europäer ein. Sie zählen heute etwa 500 Menschen und sprechen Spanisch.

APA Guide Chile.
Wikipedia.

Islas Desventuradas (San Félix und San Ambrosio)

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Die Inseln sind bis auf eine Marinestation und einen Militärflughafen unbewohnt.