
Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Der (Halb-)Kanton Basel-Stadt besteht aus drei Gemeinden: der Stadt Basel sowie Riehen und Bettingen.
Der Basler Dialekt, das Baseldytsch, stellt eine Sprachinsel dar (bis ca. 1850 reichte sie ins Baselbiet hinein). Umgeben von rein hochalemannischen Dialekten, zeigt das Baseldytsch zahlreiche niederalemannische Züge, so k statt ch, Entrundung der vorderen gerundeten Vokale und einen Abbau des Konjunktivs. In jüngster Zeit wirken andere Dialekte, vor allem das Baselbieterdeutsch, auf das Baseldytsch ein. Dies führt zu einer Tendenz, die niederalemannischen Züge aufzugeben; in der Folge wird das moderne "Baseldüütsch" dem übrigen Schweizerdeutschen stärker angeglichen. Dies ist Teil der allgemeinen Ausgleichsprozesse unter den schweizerdeutschen Dialekten, der hier aufgrund der Besonderheit des Dialekts besonders deutlich sichtbar wird. Das "klassische" Baseldeutsch lebt aber als "Literatursprache", d.h. vornehmlich im Dialekttheater und der Basler Fastnacht, weiter. Außerdem ist die Zurückdrängung der Besonderheiten sozial verteilt. Die Oberschicht vermeidet sie, wenn sie als solche erkannt werden will (Stichwörter: Daig, Dalbanesisch). Mittel- und Unterschicht pflegen sie tlw.
Durch ihre Grenzlage sind Basler in der Regel stärker als andere Schweizer an Kontakt mit Ausländern gewöhnt, der tendentiell niederalemannische Charakter ihrer Sprache führt zusätzlich dazu, daß das Schriftdeutsch der Basler dem südwestdeutschen Sprachgebrauch näher ist. Der Anteil von Ausländern ist in der drittgrößten Stadt der Schweiz hoch, wobei Deutsche und Franzosen, die in Basel arbeiten, meist jenseits der Grenze wohnen.