
Faktische Amtssprache: Englisch
Offizielle Amtssprache: Englisch, Französisch
Umgangssprachen: Englisch, Normannisch
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Es gibt vor der normannischen Küste einige Inseln, die zu Großbritannien gehören. Sie sind offiziell zwei Vogteien (bailliages, bailiwicks) Großbritanniens: Guernsey und Jersey. Faktisch sind sie außer in bezug auf die Außenpolitik als unabhängig zu betrachten. Man faßt die Inseln meist als Britische Kanalinseln zusammen, da sie weitgehend gleiche Bedingungen aufweisen. Sie sind der Rest der englischen Besitzungen in Frankreich. Von den Inseln sind Guernsey, Alderney, Herm, Jethou, Sark und Jersey bewohnt.
Herm und Jethou weisen allerdings keine kontinuierliche Besiedlung auf. Sie sind heute bewohnt von etwa 50 Menschen, die das Land von der Vogtei Guernsey gepachtet haben und sich dort angesiedelt haben. Sie kommen aus England.
Auch auf den übrigen Inseln ist allgemeine Umgangs- und Schriftsprache spätestens seit dem 2. Weltkrieg Englisch. Traditionell werden allerdings eine Reihe normannischer Dialekte gesprochen, nah verwandt mit den Dialekten der Niedernormandie. Sie werden heute noch von einer Minderheit von etwa 10% der Bevölkerung benutzt, mit abnehmender Tendenz. Französisch ist weiterhin zweite Amtssprache, dieser Umstand hat aber nur noch geringe praktische Auswirkungen.
Man unterscheidet das Jerriais auf Jersey vom Guernisiais auf Guernsey (frz. Guernesey) und dem Aurignais auf Alderney (frz. Aurigny). Die Insel Sark (frz. Sercq) war eine Zeit lang unbesiedelt und wurde im 16. Jh. von St. Ouen auf Jersey aus neu besiedelt, das Sertchais ist also als Unterdialekt des Jerriais anzusehen, entfernte sich mit der Zeit allerdings von diesem.
Geschichte
Bis ins 13. Jh. teilten die Inseln das Schicksal der übrigen Normandie. Wie diese wurden sie durch die Eroberung Englands durch die Normannen mit England verbunden. Von 1066 bis zum Hundertjährigen Krieg hatte England ausgedehnte Besitzungen im heutigen Frankreich. Die normannischen gingen allerdings schon im 13. Jh. verloren. Seitdem sind die Inseln der einzige Teil der Normandie, der noch im Besitz Englands bzw. seines Rechtsnachfolgers, Großbritanniens, ist. Sprachlich hatte diese Verbindung bis ins 19. Jh. keine Auswirkungen.
Seit der Romanisierung wurden eine Reihe normannischer Dialekte gesprochen, nah verwandt mit den Dialekten der Niedernormandie. Daneben gab es seit ? einige Sprecher des Standard-Französischen in St. Helier auf Jersey. Schriftsprache war seit dem späten Mittelalter Französisch. Sark wurde im ?. Jh. verlassen und im 16. Jh. von Siedlern aus St. Ouen auf Jersey neubesiedelt.
Im 19. Jh. begann die Einwanderung von Engländern, Schotten und Walisern auf die Inseln. Sie übernahmen im Laufe des 19. Jh. die sprachliche Vorherrschaft. Französisch als Schriftsprache wurde zunehmend schrittweise durch Englisch abgelöst, Umgangssprache der Neusiedler bleib meist Englisch. So wurde Englisch allmählich die vorherrschende Sprache in den Städten, während die Dörfern einsprachlich normannisch blieben. Im 20. Jh. begann das Englische auf das Land auszugreifen. Entscheidend wurde der Zweite Weltkrieg. Die Inseln waren 1940-1945 deutsch besetzt, ein Teil der Bevölkerung wurde evakuiert und kehrte erst nach Kriegsende wieder zurück, vor allem die Kinder. Im Falle Alderneys war es die gesamte Bevölkerung. Nach dem Krieg wurde überall vornehmlich Englisch gesprochen, das Normannische wurde zu einer Minderheitssprache, die heute höchstens noch 10% der Bevölkerung beherrschen. Das Aurignais ist mit dem Zweiten Weltkrieg ausgestorben. Auch die übrigen Dialekte spielen im Alltag heute kaum noch eine Rolle. Vorherrschende Sprache ist heute Englisch, das Aussterben des Inselnormannischen ist nur eine Frage der Zeit und wird für die Mitte des Jahrhunderts erwartet. Am stärksten ist noch das Jerriais. Fast kurioserweise ist das Standard-Französische immer noch im Lehrplan der Schulen und als zweite Amtssprache präsent. Auch werden in Einzelfällen sogar neue Ortsnamen noch auf Französisch benannt, während umgekehrt ein Teil der alten ins Englische übersetzt wird.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: ·Englisch, [Manx]
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Man spricht Englisch, auch die etwa 50% der Bevölkerung, die von der Insel stammen (der Rest kommt aus Großbritannien). Das Manx, eine keltische Sprache, ist in der Siebziger Jahren ausgestorben. Es gibt aber Bestrebungen, Manx als Umgangssprache wiederzubeleben. In dieser Folge gibt es heute sogar wieder acht Muttersprachler des Manx.
Die Isle of Man ist mit dem UK nur in Personalunion verbunden.
Geschichte
Die ersten Bewohner, von denen wir wissen, waren Kelten, wahrscheinlich britannische. Die heutigen (einheimischen) Bewohner stammen von Iren ab, die um 700 die Insel eroberten. Es gibt aus dieser und auch aus der brythonischen Zeit Inschriften in Ogham-Schrift. Im 8. Jh. kamen Wikinger auf die Insel. Sie assimilierten sich aber vollständig an die Manx-Kultur. Dennoch gehörte Man seit 1079 zu einem wikingischen Königreich. 1266 fiel es an Schottland. Im 14. Jh. wurde es von den Engländern erobert und ist seit 1765 im Besitz des britischen Königshauses. Seit dem 19. Jh. begann die Anglisisierungspolitik wie in Großbritannien zu greifen. Im Laufe eines Jahrhunderts starb Manx aus. Der letzte Muttersprachler starb in den 70er Jahren. In den letzten Jahren gibt es Bestrebungen, die Sprache wiederzubeleben. Einige dieser Aktivisten ziehen ihre Kinder auf Manx groß, so daß es seit einigen Jahren wieder Manx-Muttersprachler gibt.
Fritz Petrick (2002):
Norwegen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (Geschichte der Länder
Skandinaviens), Regensburg: Pustet.
James Graham-Campbell (1980): Das Leben der Wikinger: Krieger, Händler und
Entdecker, Berlin; Hamburg: Kristall-Verlag.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: Llanito/(Hakitia) (Llanito: code-switching mit Englisch), Englisch, Marokkanisch, Maltesisch, Sindhi, Hindi
![]() | ![]() [Gibraltar innerhalb der spanischen Provinz Cádiz] |
Einheimische Gibraltarer (83%) sprechen Llanito, einen von judenspanischen, genuesischen, portugiesischen, maltesischen, vor allem aber englischen Elementen beeinflußten andalusischen Dialekt (kein Kreol). Außer Llanito beherrschen alle Gibraltarer Englisch, und sie pflegen code-switching zwischen Llanito und Englisch. Oft wird genau dieses code-switching gemeint, wenn von Llanito die Rede ist. Als Schriftsprache dienen Spanisch und Englisch, in amtlichen Zusammenhängen nur Englisch.
Neben den Gibraltarern gibt es Minderheiten von "anderen Briten" (9,5%), von den Einheimischen "guiris" genannt. Sie sprechen in der Regel nur Englisch. Die Medien finden auf Englisch und Spanisch statt. Außerdem gibt es kleine Minderheiten von Spaniern (1,15%), Portugiesen, Maltesern, Italienern, Indern (sprechen vor allem Sindhi und Hindi) und Marokkanern (letztere 3,5%). Unter letzteren finden sich auch marokkanischen und damit maghrebinischsprachige, teilweise aber auch judenspanischsprachige Juden, die nach 1729 nach Gibraltar kamen, damals der einzige Platz auf der iberischen Halbinsel, wo sie (wieder) siedeln durften, nachdem sie im 16. Jh. vertrieben worden waren, die Erinnerung an Spanien aber nie aufgegeben hatten. Vor allem Malteser, Marokkaner und Inder bewahren ihre Muttersprachen als Haussprachen; aber auch Haketia hört man noch, das andernorts fast ausgestorben ist.
Die Gibraltarer sind nach England orientiert. Viele verlassen daher zeitweise für das Studium, das in Gibraltar nicht möglich ist. Dennoch bestehen auch familiäre Kontakte nach Spanien.
Geschichte
Bis 1704 teilte Gibraltar das Schicksal Andalusiens. Seitdem ist Gibraltar eine britische Kronkolonie bzw. überseeische Besitzung. Viele damalige Einheimische flohen damals nach San Roque, der spanischen Nachbarstadt. Malteser und Genuesen rückten nach, bald auch wieder Spanier aus dem Umland. Ab 1729 kamen marokkanische Juden ins Land, Inder Ende des 19. Jhs. Diese Gruppen haben die Erinnerung an ihre Herkunft bewahrt und ihre Sprache zumindest als Haussprache bewahrt. Spätere Einwanderer kamen vor allem wieder aus Marokko, später auch aus Großbritannien, wobei Briten teilweise nur für einige Jahre auf Gibraltar wohnen.
Wikipedia.
http://www.llanito.com.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprache: (Falkland-)Englisch, ((Spanisch))
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Die Inseln werden von Argentinien beansprucht. Sie werden in Argentinien Malvinas genannt. 1982 führten Großbritannien und Argentinien einen Krieg um die Inselgruppe, den Großbritannien gewann.
Die Falkland-Inseln bilden mit Südgeorgien und den Südl. Sandwichinseln das britische Überseegebiet Britisches Antarktisterritorium. Gut die Hälfte der Bevölkerung besteht seit dem Falkland-Krieg von 1982 aus jeweils nur kurzfristig dort stationierten Soldaten. Die übrigen Einwohner sprechen Englisch, mit einem spanischen Substrat, ihre Vorfahren sind nach 1833 nach Falkland eingewandert. Sie kamen meist aus England, einige aber auch aus Skandinavien. Es gibt eine kleine chilenische Minderheit. In jüngster Zeit sind Bewohner von St. Helena als Arbeitsimmigranten auf die Falklands eingewandert.
Geschichte
Möglicherweise waren die Falklands einmal besiedelt. Funde deuten darauf hin. Als allerdings spanische Seeleute die Inselgruppe im 16. Jh. entdeckten, war sie unbewohnt und blieb es bis 1764. In diesem Jahr kamen einige Franzosen auf die Falklands und siedelten sich im östlichen Teil an. 1765 siedelten Briten im Westen. 1767 verließen die Franzosen zugunsten von Spaniern den Osten. Nach 1776 standen die Inseln unter spanischer Herrschaft, die Briten hatten sie verlassen. 1811 verließen auch die Spanier Falkland. 1820 nahm Argentinien die Inseln in Besitz, ohne Siedlungen zu gründen. Inzwischen hatten sich britische und amerikanische Walfänger hier niedergelassen, die nun vertrieben wurden. 1833 besetzte und annektierte Großbritannien Falkland. Briten siedelten sich an.
Wikipedia.
Offizielle Amtssprache: Englisch
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Südgeorgien und die Südl. Sandwichinseln (einschl. der Shag Rocks und der Clerke Rocks) bilden mit den Falkland-Inseln das britische Überseegebiet Britisches Antarktisterritorium. Die Südl. Sandwichinseln sind aber unbewohnt, Südgeorgien ebenfalls, bis auf gelegentliche Forscher, Militärs und Touristen.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprache: Montserrat-Kreolisch

[Die rote Linie zeigt die Grenze
zwischen dem heute besiedelten Gebiet im Norden (Northern Zone), der
Daylight Entry Zone im Westen und der Exclusion Zone im Süden
der Insel.]
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Man spricht eine Kreolsprache auf englischer Basis. Die Einwohner sind hauptsächlich Mulatten. 1995 wurde die Insel von einem verheerenden Vulkanausbruch heimgesucht. Seitdem ist der größte Teil der Insel, auch die ehemalige Hauptstadt, unbewohnt. Gut 7000 der etwa 11000 Bewohner verließen nach dem Vulkanausbruch die Insel, der Rest siedelt heute im Norden der Insel. Einige der Auswanderer sind inzwischen wieder zurückgekehrt, ihre Sprache ist in der Zwischenzeit in der Regel durch andere anglokaribische Kreoldialekte beeinflußt.
Montserrat wurde um 5000 v.Chr. erstmals besiedelt, wohl von Venezuela aus. Dieses erste Volk wird Ortoroiden genannt. Es gibt nur archäologische Hinweise auf sie. Um 400 v.Chr. wurden sie von Arawak-Indianern verdrängt oder assimiliert. Diese hießen Igneri. Erst um 1400 kam eine weitere Gruppe ins Land, die wohl caribischen Ursprungs war. Sie nannten sich selbst Kalinago und waren eine kriegerische Kultur. Sie unterwarfen die Igneri. Allerdings waren sie relativ gering an Zahl und verbanden sich mit Igneri-Frauen. Es bildete sich eine neue Sprache, das Inselkaribische, auf Igneri-Grundlage mit starken Einflüssen vonseiten der Cariben. Montserrat hieß auf inselkaribisch Alliwagana. Diese Sprache sprachen zumindest die Frauen und kleinen Kinder. Die Männer hatten eine eigene Sprache, die entweder ein arawak-basiertes Pidgin oder Kreol war oder eine arawakische beeinflußte Caribe-Sprache (letzteres ist eher unwahrscheinlich) oder auch eine stärker caribisch beeinflußte Variante des Inselkaribischen. 1632 kamen irische und englische katholische Siedler auf die Insel, die wegen ihres Glaubens aus St. Kitts geflohen waren. Später kamen weitere Katholiken aus Virginia (USA) und Irland. Danach kamen aber auch protestantische Einwanderer. Heute sind nur noch 10% der Bevölkerung Katholiken, gegenüber 30% Anglikanern und 23% Methodisten. Dennoch hat sich ein starker irischer Einfluß im Montserrat-Kreolischen bewahrt (zumindest bis 1995). Die Bevölkerungsmehrheit stellen aber die Nachkommen afrikanischer Sklaven, mehr noch deren Mischlinge mit weißen Siedlern.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprache: Calypso English
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Nur etwa die Hälfte der Bevölkerung ist auf den Inseln (BIV abgekürzt) geboren. Sie nennen sich Belonger. Der Rest stammt meist von anderen karibischen Inseln. Als allgemeine Umgangssprache hat sich die einheimische Kreolsprache auf englischer Basis halten können. Sie wird auch als Calypso English bezeichnet. Fast alle Einwohner der Inseln sind Nachkommen afrikanischer Sklaven.
Schriftsprache ist Standard-Englisch. Akademiker sprechen teilweise ein Kontinuum von Standard-Englisch und Calypso English (bzw. betreiben code switching).
Geschichte
Die Britischen Jungferninseln wurden um 5000 v.Chr. erstmals besiedelt, wohl von Venezuela aus. Dieses erste Volk wird Ortoroiden genannt. Es gibt nur archäologische Hinweise auf sie. Um 400 v.Chr. wurden sie von Arawak-Indianern verdrängt oder assimiliert. Diese hießen Igneri. Erst um 1400 kam eine weitere Gruppe ins Land, die wohl caribischen Ursprungs war. Sie nannten sich selbst Kalinago und waren eine kriegerische Kultur. Sie unterwarfen die Igneri. Allerdings waren sie relativ gering an Zahl und verbanden sich mit Igneri-Frauen. Es bildete sich eine neue Sprache, das Inselkaribische, auf Igneri-Grundlage mit starken Einflüssen vonseiten der Cariben. Diese Sprache sprachen zumindest die Frauen und kleinen Kinder. Die Männer hatten eine eigene Sprache, die entweder ein arawak-basiertes Pidgin oder Kreol war oder eine arawakische beeinflußte Caribe-Sprache (letzteres ist eher unwahrscheinlich) oder auch eine stärker caribisch beeinflußte Variante des Inselkaribischen. Im Lauf des 17.Jhs. wanderten niederländische Siedler ein. Diese wurden nach 1672, als die Inseln in britische Hand fielen, vertrieben und durch englische Siedler aus Anguilla ersetzt. Diese holten bald afrikanische Sklaven ins Land, die schnell die Bevölkerungsmehrheit stellten. Die Kariben gingen in diesem Besiedlungsprozeß unter. Seitdem sind die Britischen Jungferninseln britische Kolonie (von einer kurzen Besetzung auf Peter Island durch brandenburgische Truppen abgesehen).
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: ·Englisch, (Anguilla-Kreolisch, Einwanderersprachen, vor allem Spanisch und chinesische Sprachen)
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Das Territorium besteht aus der Insel Anguilla sowie einigen umgebenden kleinen Inseln einschl. der etwas größeren Dog Island. 55km westlich dieser Inselgruppe liegt noch die kleine unbewohnte Insel Sombrero.
Die meisten Anguillaner sprechen heute Britisches Standard-Englisch. Bis vor einigen Jahrzehnten dominierte noch eine Kreolsprache auf englischer Basis, die heute immer noch die zweitwichtigste Sprache ist, vor den Einwanderersprachen, unter denen wiederum Spanisch und Chinesisch dominieren. Die Kreolsprache wird Anguillian oder einfach dialec genannt. Sie ist Teil eines Dialektkontinuums des englisch-basierten Kreolischen, das ich "Anglokaribisch" nenne.
Geschichte
Vor der europäischen Besiedlung scheint Anguilla, auf inselkaribisch Malliuhana, nur zu zeremoniellen Feiern betreten worden zu sein. Um 1650 begann die englische Besiedlung, die eine wenige Jahre ältere niederländische verdrängte. Diese holten bald Sklaven ins Land. Die meisten Weißen verließen im 19. Jh. die Insel, so daß die Insel fast ausschließlich von den Nachfahren dieser Sklaven bevölkert war. Auch von diesen sind viele ausgewandert. Im gleichen Jh. kamen aber auch einige (wenige) Einwanderer nicht-britischer Herkunft, vor allem aus China und Lateinamerika. Seit 1871 war Anguilla ein Teil der Kolonie St. Kitts und Nevis. Mit diesem wurde es 1967 unabhängig. Die Anguillaner waren aber gegen die Einheit mit St. Kitts und Nevis und wurden daher 1980 wieder britische Kolonie.
(engl.) Wikipedia.

Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: Englisch, Sprachen von Einwanderern der jüngsten Vergangenheit, vor allem Haitianisch
Die Cayman-Inseln bestehen aus drei Inseln: der größten, Grand Cayman, im Westen, sowie Little Cayman und Cayman Brac im Osten. Die beiden letzten werden als Sister Islands zusammengefaßt.
Gut die Hälfte der Einwohner sind Einwanderer der ersten Generation; viele kommen aus Haiti. Haitianisch spielt daher als Minderheitensprache eine große Rolle. Andere kommen u.a. aus Asien und Lateinamerika. Die "ursprünglichen" Caymaner sind gut zur Hälfte europäisch- und afrikanischstämmig. Außer den jüngsten Einwanderern sprechen die Caymaner Englisch, das in jüngster Zeit unter us-amerikanischen Einfluß geraten ist. Teilweise üben auch die englischbasierten Kreolsprachen der übrigen Karibikinseln Einfluß auf das heutigen Englisch der Inseln aus; dieser Einfluß ist jedoch gering. Die Sprache bleibt nahe am Standard-Englischen.
Seit dem 16. Jh. als Versorgungsstation genutzt, blieben die Inseln bis Anfang des 18. Jhs. (Grand Cayman) bzw. 1832/33 (Sister Islands) unbewohnt, nachdem sie seit 1670 als englischer Besitz galten. Die englischen Siedler kamen mit Sklaven, die jedoch in der Wirtschaft eine geringere Rolle spielten als auf anderen karibischen Inseln und deren Status besser war. Die Inseln waren zunächst Teil der britischen Kolonie Jamaika, seit der Unabhängigkeit Jamaikas 1962 sind sie eigene Kolonie.
Ethnologue.
Wikipedia.
Tricia Hayne (2001): Cayman Islands (The Bradt Travel Guide), Bucks: Bradt.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: Turks-und-Caicos-Kreolisch, Englisch
Man spricht ein Kontinuum zwischen Standard-Englisch und einer Kreolsprache auf englischer Basis, die nahe mit dem Bahamischen verwandt ist. Die Bewohner sind in ihrer überwiegenden Mehrheit Nachkommen der Sklaven, die von den Loyalisten und Bermudern auf die Inseln gebracht wurden.
Geschichte
Vor der europäischen Eroberung lebten Taino auf den Inseln. Diese starben bald danach aus, durch Verschleppung als Sklaven auf Hispaniola und von den Europäern eingeschleppte Krankheiten. Danach waren die Inseln unbesiedelt. Die Turks-Inseln wurden nach 1678 von Bermudern wiederbesiedelt, die Caicos-Inseln erst nach 1781 von amerikanischen Loyalisten, die allerdings das Zehnfache ihrer selbst an Sklaven mitbrachten. Seit 1783 sind die Inseln britischer Besitz. Zunächst wurden sie als Teil der Bahamas verwaltet (sie sind ein Teil der Bahamas-Inselkette). Die Sklaven wurden kollektiv schon 1813 freigelassen. Ab 1873 gehörten die Inseln zu Jamaika, bis dieses 1962 unabhängig wurde. Seitdem sind die Inseln eine eigene Kolonie.
Julia & Phil Davies (2000): The Turks and Caicos Islands. Beautiful by Nature, London: MacMillan.

Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: Englisch, [Bermudisches Kreol], Portugiesisch
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Die Bevölkerung ist je zu zwei Dritteln afrikanisch-, zu einem Drittel britischstämmig. Das Bermudische Kreol, das erstere früher sprachen, ist ausgestorben. Das heutige bermudische Englisch ist stark amerikanisch beeinflußt, hat aber auch ein paar Besonderheiten.
Es gibt eine portugiesische Minderheit (10% der Bevölkerung), die in den letzten 160 Jahren von den Azoren eingewandert ist. Sie haben ihre Sprache bewahrt, die seit jüngstem auch als regionale Sprache anerkannt ist. Gut 10% sind Ausländer; sie sprechen meist Englisch oder eine englischbasierte Kreolsprache als Muttersprache.
Geschichte
Bis 1609 war die Insel(gruppe) unbewohnt. Dann kamen die ersten Engländer als Schiffbrüchige auf Bermuda. Seitdem ist die Insel(gruppe) in englischem/britischem Besitz. Später wurden auch Sklaven nach Bermuda gebracht. Es entwickelte sich eine englischbasierte Kreolsprache, die zur Muttersprache der afrikanischen Sklaven wurde. Ab 1840 kamen auch einige Portugiesen von den Azoren nach Bermuda. Im 20. Jh. wurde das Bermudische Kreol zunehmend durch Standard-Englisch abgelöst und starb aus. Seit dem 2. Weltkrieg gibt es ein starkes us-amerikanisches Superstrat.
Ethnologue.
Wikipedia.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: Englisch, [Tschagos-Kreolisch]
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Die Inselgruppe ist seit 1971 nur von us-amerikanischen Soldaten bewohnt. Sie sprechen untereinander Englisch.
Geschichte
Die Tschagos-Inseln waren wohl früher den Maldiviern bekannt, sie sind aber nie besiedelt worden. Erst nachdem die Franzosen die Inselgruppe 1776 in Besitz nahmen, begann eine erste menschliche Besiedlung. Französische Siedler und afrikanische und madegassische Sklaven wurde auf die Inselgruppe gebracht. Später kamen auch Inder dazu. Ähnlich wie auf den Seychellen, Mauritius und Réunion bildete sich eine französisch-basierte Kreolsprache als Umgangssprache heraus. 1786 kamen die Inseln unter britische Herrschaft. Sie wurden zunächst von den Seychellen, ab 1903 von Mauritius aus verwaltet. In den 60er Jahren wohnten etwa 2000 Menschen auf den Tschagos-Inseln; sie bewohnten die Inseln Diego Garcia, Peros Banhos und Salomon. Sie wurden Îlois genannt. Durch die mauritianische Unabhängigkeit wurden die Inseln 1965 ein eigenes Territorium. Zwischen 1967-1973 wurden die Îlois nach Mauritius und die Seychellen deportiert, wo sie meist in Slums leben und sich wohl sprachlich nach und nach an die sprachlich nah verwandten Seselwa und Mauritianer anpassen. 2000 hat ein britisches Gericht die Deportation für illegal erklärt, es haben sich aber keine Konsequenzen daraus ergeben. 1971 wurde das Tschagos-Archipel an die us-amerikanische Armee verpachtet, die dort Soldaten stationiert hat.
Wikipedia.
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Das Britische Überseeterritorium besteht aus den Inseln St. Helena sowie den von ihr abhängigen Inseln Ascension und der Inselgruppe Tristan da Cunha.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: Englisch, chinesische Sprachen

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50% der Bevölkerung sind afrikanischer Herkunft, also ehemalige Sklaven, 25% Chinesen, 25% Weiße, vorwiegend englischer Abstammung. Allgemeine Umgangssprache auf St. Helena ist (ein "altertümliches") Englisch. Lediglich die Chinesen bewahren als Haussprache chinesische Sprachen.
Geschichte
Bis 1502 waren die Inseln unbekannt. Danach erhoben verschiedene europäische Staaten Anspruch auf sie, ohne allerdings Siedlungen zu errichten. Dies geschah erst 1674 durch die Engländer. Englische Siedler kamen auf die Insel. Später wurden auch Sklaven auf die Insel gebracht, zunächst meist aus Madagaskar oder Asien, ab 1840 aus Afrika. Nach 1810 kamen auch chinesische Arbeiter.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: Englisch
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Die Insel gehört zur Kronkolonie St. Helena. Es gibt keine einheimische Bevölkerung. Es arbeiten mehrere Organisationen auf der Insel, wie Radio und Post. Deren Mitarbeiter sind St. Helener, Briten und US-Amerikaner, die jeweils nur einige Zeit auf Ascension leben. Man spricht Englisch.
Diese Art der Besiedlung besteht seit 1815, als Großbritannien die Insel in Besitz nahm.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprachen: Tristan-da-Cunha-Englisch (?)
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Die Inseln gehören zur Kronkolonie St. Helena. Der Archipel besteht aus Tristan da Cunha (der nördlichsten Insel der Gruppe), Inaccessible Island, den Nightingale-Inseln sowie der Gough-Insel. Außer einer Wetterstation auf Gough ist aber nur Tristan da Cunha besiedelt.
Die 269 Einwohner von Tristan da Cunha sprechen Tristan-da-Cunha-Englisch. Welcher Art dieses Englisch ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Außerdem lebt ein Arzt aus Südafrika auf der Insel. Die Siedler kamen aus Italien und England, hauptsächlich aber aus England.
Geschichte
Tristan da Cunha wurde erst von Großbritannien annektiert und besiedelt, um Napoleon zu bewachen, also im Jahre 1815. Sie wurden von Südafrika aus verwaltet. Seit 1938 gehören sie zu St. Helena. Aufgrund eines Vulkanausbruchs lebte die Bevölkerung 1961-1963 in England.
Wikipedia.
http://www.uni-due.de/SVE/VE_DivisionsByLocation.htm#T_Tristan.
Offizielle Amtssprache: Englisch
Umgangssprache: Pitkern
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Von den fünf zu den Pitcairn-Inseln gehörenden Inseln ist nur Pitcairn als besiedelt zu betrachten. Auf Henderson lebt allerdings ständig eine Gruppe von Wissenschaftlern.
Bis 1789 war auch Pitcairn selbst unbewohnt. Eine wahrscheinliche frühere polynesische Bevölkerung, die mehrere Jahrhunderte auf der Insel gelebt hatte, hatte die Insel verlassen oder war ausgestorben. 1789 siedelten einige der Meuterer der Bounty mit tahitianischen Frauen und einigen Männern auf der Insel. Die meisten der Neueinwanderer kamen schnell um. Die heutigen Einwohner scheinen allesamt Nachfahren der tahitianischen Frauen mit Meuterern zu sein. Im frühen 19. Jh. wurde die Insel von den (übrigen) Briten entdeckt und Teil des Britischen Reiches. Einige Jahrzehnte später siedelte die Bevölkerung komplett auf die heute australische Insel Norfolk um. Einige der Auswanderer kehrten aber später auf Pitcairn zurück. Nach anfänglicher Bevölkerungszunahme stagniert die Bevölkerung heute, im Moment wird die Zahl von 46 Einwohnern angegeben. Dabei wohnen außer den eigentlichen Pitcairner zeitweise auch interessierte Nicht-Pitcairner auf der Insel, insbesondere mit Norfolk herrscht Austausch. Die Pitcairner sprechen, ebenso wie die im Austausch kommenden Norfolker, Pitkern, eine Kreolsprache auf englischer Basis (mit tahitianischem Substrat). Sie beherrschen aber alle auch Englisch, das als Schriftsprache dient und im Verkehr mit Nicht-Pitcairnern benutzt wird.