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Johannes Reese

Textzusammenfassung · Internat. Layout · Übersetzungen · Aussprachetraining · Historische Recherche · Ghostwriting

Freie Hansestadt Bremen (Deutschland)

Offizielle Amtssprache: Deutsch

Einheimische Umgangssprachen: ·Mitteldeutsch (Hochdeutsch), [Niedersächsisch]

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Bremen besteht aus zwei Städten: Bremen und Bremerhaven.

Das Land Bremen liegt an der kulturellen Grenze zwischen Ost- und Westniedersachsen. Seine sprachlichen Verhältnisse entsprechen aber schon weitgehend der Situation, die im Kapitel über die nördliche Hälfte Ostniedersachsens dargestellt ist. Hinzu kommt für Bremen, daß es Großstadt ist, außer Lüneburg die einzige größere Stadt in der Region. Aufgrund des Selbstbewußtseins Bremens als Hansestadt spielt das Niedersächsische eine größere Rolle als kulturelles Erbe, weniger als Umgangssprache. So sendet Radio Bremen plattdeutsche Nachrichten, die allerdings bewußt nur Wörter verwendet, die unter Beachtung der Lautgesetze auch im Hochdeutschen existieren - Wörter, für die dies nicht gilt, werden aus dem Hochdeutschen entlehnt. Die Redaktion fürchtet sonst, von der Mehrheit der Hörer nicht verstanden zu werden.

Weite Teile der heutigen Stadt Bremen sind erst im 20. Jh. zu Bremen gekommen. Der Stadtbezirk Nord war bis 1939 Teil der preuß. Provinz Hannover. Auch die äußeren Stadtteile im Osten und Süden waren bis zu diesem Zeitpunkt hannoverisch. Die übrigen heutigen Stadtbezirke waren bis 1927 (?) meist Teil des Landes, aber nicht der Stadt Bremen. Bremerhaven wurde 1827 bremisch, aber nur das heutige Stadtzentrum. Die übrigen Stadtteile blieben hannoverisch, im Süden gründete Hannover 1845 die Stadt Geestemünde. Aus Geestemünde und Lehe entstand 1924 die Stadt Wesermünde, 1927 um weitere Umlandgemeinden erweitert. 1939 wurde Bremerhaven mit Wesermünde zur Stadt Wesermünde, preuß. Prov. Hannover vereinigt. 1947 wurde Wesermünde in Bremerhaven umbenannt und wieder Teil des Landes Bremen.