Offizielle Amtssprache: Portugiesisch
Das brasilianische Portugiesisch hat einen eigenen Standard, der
sich etwas stärker vom europäischen Portugiesisch unterscheidet
als das amerikanische Englisch vom britischen. Daneben werden vor
allem im Westen des Landes indianische Sprachen gesprochen.
Einwander haben oft auch nach Generationen ihre Muttersprache
bewahrt.
Starke Einwanderergruppen sind u.a. Deutsch- und Plattdeutsch-Sprecher
im Süden des Landes.
Einheimische Sprachfamilien: Panoanisch, Papavô, Arawak, Katukinanisch, Tupi-Guarani, Arahua
Bis 1903 gehörte Acre offiziell zu Bolivien, war aber neben den Indianern vornehmlich von brasilianischen Siedlern bewohnt. Die Indianer überwiegen aber bis heute. Acre ist Teil des Regenwaldgebiets.Einheimische Sprachfamilien: Caribe, Arawak, Tupi-Guarani, Amikoana, Iapama
Amapá wurde 1944 als Bundesterritorium gebildet; es ist seit 1988 Staat.Amapá gehört teilweise zum Regenwaldgebiet, teilweise ist es von Mangrovenwäldern bedeckt. Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus Indianern. Neben indianischen Sprachen sprechen einige von ihnen auf dem Französischen basierte Kreolsprachen, und zwar das Amapá- und das Karipuna-Kreolische.
Einheimische Sprachfamilien: Panoanisch, Arawak, Tukanoanisch, Tupi-Guarani, Caribe, Arahua, Maku, Katukinanisch, Witotoanisch, Muranisch, Chapacura, Yanomamisch, Ticuna, Himarimã, Karahawyana, Kohoroxitari, Koruto
Der Staat besteht vornehmlich aus Regenwald. Man spricht vor allem indianische Sprachen.Einheimische Sprachfamilien: Tupi-Guarani, Caribe, Gê, Karajá, Iapama
Pará gehört zum Regenwaldgebiet. Man spricht vor allem indianische Sprachen, am wichtigsten sind die Tupi-Sprachen.Einheimische Sprachfamilien: Tupi-Guarani, Yabuti, Panoanisch, Nambiquaranisch, Chapacura, Arawak, Uru-Pa-In
Rondônia gehört zum Regenwald. Man spricht hauptsächlich indianische Sprachen. Es ist seit 1988 Staat, nachdem es 1943 zunächst unter dem Namen Guaporé von Mato Grosso abgetrennt wurde (Umbenennung 1956).Einheimische Sprachfamilien: Arutani-Sape, Arawak, Caribe, Yanomamisch
Roraima wurde 1943 von Amazonas abgetrennt und zu einem Bundesterritorium, zunächst unter dem namen Territorium von Rio Branco, ab 1963 als Roraima. 1988 wurde Roraima zum Bundesstaat erhoben.Der Staat gehört zum Regenwaldgebiet. Man spricht hauptsächlich indianische Sprachen.
Einheimische Sprachfamilien: Tupi-Guarani, Karaja, Gê
Tocantins wurde 1988 vom Bundesstaat Goiás abgespalten.Die Indianer sprechen Tupi-Guarani-Sprachen, einige Gê-Sprachen oder Karajá.
Alagoas ist vor allem von afrikanischstämmigen Einwohnern geprägt. Man spricht Portugiesisch.
Einheimische Sprachfamilien: Pataxó, Truká, Tuxá, Xukuru, Kaimbé, Pankararé
Vor allem im Landesinnern leben noch einige Indianer. Die Sprachen, die sie sprechen, sind nach dem Ethnologue ausgestorben, nach anderen wird zumindest das Pataxó noch von 200-200 Menschen gesprochen. Im übrigen ist Bahia vor allem durch afrikanischstämmige Brasilianer geprägt. Dies sprechen Portugiesisch.Einheimische Sprachfamilien: Tremembé, Tapeba
Es gibt noch Reste von Tremembé und Tapeba, wobei letztere ihre Sprache nicht mehr sprechen. Im übrigen ist der Bundesstaat von afrikanischstämmigen Einwohnern geprägt; sie sprechen Portugiesisch.Einheimische Sprachfamilien: Tupi-Guarani, Gê
In Maranhão werden noch einige Tupi-Guarani-Sprachen und die Gê-Sprache Canela gesprochen. Im übrigen herrschen afrikanischstämmige Brasilianer vor, die Portugiesisch sprechen.Einheimische Sprachfamilien: [Tupi-Guarani]
Paraíba ist vornehmlich von afrikanischstämmigen Einwohnern geprägt. Man spricht Portugiesisch. Die wenigen noch im Land lebenden Indianer sprechen heute auch Portugiesisch.
Man spricht hauptsächlich Portugiesisch. Die meisten Einwohner sind afrikanischstämmig. Daneben gibt es Indianer, die heute meist aber auch Portugiesisch sprechen. Früher sprachen sie Ueminá, Xukuru, Tulinó, Truká, Tuxá, Keburu, Kapinawá und Pankararu.
Der Bundesstaat ist von afrikanischstämmigen Einwohnern geprägt. Er wurde von Bahia aus besiedelt. Man spricht Portugiesisch.
Rio Grande do Norte ist vornehmlich von afrikanischstämmigen Einwohnern geprägt. Man spricht Portugiesisch.
Sergipe ist vornehmlich von afrikanischstämmigen Einwohnern geprägt. Man spricht Portugiesisch.
Einheimische Sprachfamilien: Tupi-Guarani, Karaja
An Indianern sind nur einige Avá-Cavoeiro und Karajá übriggeblieben. Man spricht Portugiesisch.Einheimische Sprachfamilien: Agavotaguerra, Tupi-Guarani, Caribe, Bororoanisch, Arawak, Chapacura, Karaja, Gê, Botocudo, Miarrã, Nambiquaranisch, Rikbaktsa, Trumaí, Arara
Einheimische Sprachfamilien: Tupi-Guarani, Guató, Kadiwéu, Ofayé, Arawak, [Kamba]
Mato Grosso do Sul wurde 1979 von Mato Grosso abgetrennt.
In Brasília leben Menschen aus ganz Brasilien. Man spricht Portugiesisch.
Die Nachfahren der Indianer sprechen Portugiesisch. Die größten Einwanderergruppen sind Portugiesen und Afrikaner. Sie sind ebenfalls portugiesischsprachig. Daneben gibt es vor allem Italiener, die verschiedene italienische Dialekte oder Hochitalienisch sprechen, sowie Deutsche. Unter letzteren sind vor allem die Pommern zu nennen, die das im übrigen ausgestorbene Slowinzische reden (eine slawische Sprache).
Einheimische Sprachfamilien: Maxakalianisch, Botocudoanisch
14 Dörfer sprechen noch Maxakali, 80 Menschen noch Krenak. Im übrigen ist der Bundesstaat vor allem durch portugiesische Einwanderer geprägt. Man spricht Portugiesisch.In Rio de Janeiro werden keine indianischen Sprachen mehr gesprochen. Als ehemaliger Hauptstadt und wirtschaftlichem Zentrum Brasiliens hat es viel Binnenwanderung nach Rio gegeben. Neben Portugiesisch und vielen Einwanderersprachen gibt es noch das Cafundo, eine portugiesisch-basierte Kreolsprache, die allerdings kurz vor dem Aussterben ist.
Einheimische Sprachfamilien: Tupi-Guarani
Umgangssprachen: Portugiesisch, viele Einwanderersprachen aus allen Erdteilen
In São Paulo werden keine indianischen Sprachen mehr gesprochen (es sei denn, von Einwanderern aus anderen Teilen Brasiliens bzw. Amerikas). Die Einwohner sind Nachkommen europäischer und asiatischer Einwanderer. Diese behalten ihre Sprache oft über Generationen bei. Vor allem in der Stadt São Paulo gibt es einzelne Stadtteile, in denen jeweilige Einwanderersprachen vorherrschen. Auffällig ist in der Stadt vor allem das japanische Viertel. Im übrigen sind die meisten Einwanderer italienischstämmig. Daneben gibt es Nachfahren von Portugiesen, Deutschen, Schweizern, Griechen, aschkenasische Juden, Koreaner, Libanesen u.a.
Geschichte
Der Staat war ursprünglich vor allem von Tupiniquim bewohnt. Im Verlauf des 16. Jh. etablierte Portugal seine Herrschaft über das Gebiet. Die Tupiniquim wurden versklavt, viele von ihnen starben. Portugiesen wanderten ein, in späteren Jahrhunderten, vor allem im 19., auch Menschen anderer europäischer oder asiatischer Herkunft.
Wikipedia.
Einheimische Sprachfamilien: Tupi-Guarani, Gê

[Die Karte ist aus der portugiesischen Wikipedia.]
Der Staat entstand 1843 durch Teilung von São Paulo.
Es gibt noch einige Guarani und Kaingang; das Xetá ist kurz vor dem Aussterben. Es wird noch von drei Individuen gesprochen (sowie von einem weiteren verstanden). Die Xetá wurden erst Mitte des 20. Jhs. "entdeckt". Im übrigen wurde in Paraná vornehmlich von Italienern, Polen, Deutschen, Russen und Ukrainern besiedelt. Das Portugiesische dominiert.
http://www.parana.pr.gov.br/modules/conteudo/conteudo.php?conteudo=7.
http://www.parana.pr.gov.br/modules/conteudo/conteudo.php?conteudo=7
http://www.socioambiental.org/pib/epi/xeta/sobreviventes.shtm.
Einheimische Sprachfamilien: Gê

[Die Karte ist aus der portugiesischen Wikipedia.]
Die Indianer des Bundesstaates sind weitgehend ausgerottet. Es gibt nur noch ein paar Hundert Xokleng. Die Bewohner sind vornehmlich Nachkommen portugiesischer, spanischer, deutscher oder italienischer Einwanderer. Man spricht Portugiesisch, Hochdeutsch, Italienisch (und Venetianisch), niedersächsische, mittel- und oberdeutsche Dialekte (vor allem Plautdietsch und Moselfränkisch). Es gibt auch Nachfahren von Russen, Afrikanern, Österreichern, Libanesen, Iren, Syriern, Franzosen, Niederländern, Polen, Tschechen, Japanern, Belgiern und Schweden.
Umgangssprachen: Portugiesisch, Riograndenser Hunsrückisch, Pommersch, Westfälisch, Talianisch, Chiripá/ Mbyá-Guarani, Kaingang, Polnisch, Portuñol, Russisch, Litauisch, Ukrainisch, Jiddisch, Japanisch, Neuarabisch, Koreanisch

[Die Karte ist aus der portugiesischen Wikipedia.]
Die Bewohner von Rio Grande do Sul nennen sich Gaúchos, was auf das Vorherrschen der Viehzucht in früheren Zeiten hinweist. 85% der Bevölkerung sind europäischer, 6% afrikanischer Abstammung. Von den 85% verteilen sich 95% zu etwa gleichen Teilen auf Italiener, Deutsche und Portugiesen. In Rio Grande do Sul leben nur noch wenige Indianer: ein paar Hundert Chiripá und Mbyá-Guarani, ein paar Tausend Kaingang. Die Kaingang sind ein Gê-Volk, die beiden übrigen gehören zu den Guarani.
Vorherrschende Umgangssprache ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend Portugiesisch, davor spielten vor allem die Einwanderersprachen eine bedeutende Rolle. In dem Staat haben sich eigene Dialekte europäischer Sprachen herausgebildet. Dabei gibt es Ausgleichsprozesse. Die Deutschen z.B. sprechen heute in der Regel Riograndenser Hunsrückisch, einige Gruppen Pommersch oder Westfälisch, Mennoniten Plautdietsch. Italienischstämmige sprechen meist Talianisch, einen Kolonialdialekt, der vornehmlich auf dem Venezianischen fußt. Unter den kleineren Einwanderersprachen stechen das Polnische, Spanische (meist als Portuñol), Russische, Litauische, Ukrainische und Jiddische heraus. Seit den 60er Jahren kam auch eine größere Gruppe Japaner, die heute hauptsächlich um Ivoti siedeln. An der Küste ist das arabische und koreanische Element stark.
Um die Ansprüche Brasiliens gegen Spanien zu unterstützen, wurden 1824 Einwanderer aus Deutschland angeworben. Die Siedler kamen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und lebten lange Zeit unter sich. Später folgten weitere Immigrationswellen aus Deutschland. 15%. Die größte Gruppe der Einwanderer kam aus dem Hunsrück. Die nächstgrößten Gruppen waren Pommern und Westfalen. Mit der Zeit setzte sich das Hunsrückische bei den meisten Einwanderergruppen durch, nur Pommern, Westfalen und die Mennoniten bewahrten ihre eigenen Dialekte. Es entstand ein neuer Ausgleichsdialekt, das Riograndenser Hunsrückisch. Dieser ist inzwischen rheinfränkisch (nachdem er früher aus moselfränkische Elemente aufwies). Meist beherrschen aber zumindest die ersten beiden zumindest passiv das Hunsrückische. Teilweise leben Westfalen und/oder Pommern und Hunsrückischsprecher im selben Dorf zusammen. Bis zum 2. Weltkrieg kamen nur Städter mit dem Portugiesischen in Kontakt, man beherrschte neben dem Dialekt Hochdeutsch als Schriftsprache. Seitdem verschwand das Hochdeutsche allmählich, es wird nur noch in Resten als Kirchensprache unter den Protestanten verwendet. Schriftsprache ist heute Portugiesisch, und das Portugiesische gewinnt auch als Umgangssprache unter den Deutschen an Raum.
Ingrid Margareta Tornquist: "Das hon ich von meiner Mama" - zu Sprache und ethischen Konzepten unter Deutschstämmigen in Rio Grande do Sul (Acta Universitatis Umensis; 137), Umeå: Umeå universitet.
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Die Inselgruppe ist unbewohnt. Sie gehört zu Pernambuco.
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Sprachenkarte noch gesprochener indianischer Sprachen (Ethnologue)