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Argentinien

Offizielle Amtssprache: Spanisch

Einheimische Sprachfamilien: Araukanisch, Jaqi, Quechua, Alacufanisch, Tupi-Guarani, Chon, Waicuru, Lule-Vilela, [Atacameño]

Argentinien ist ein Bundesstaat, der aus 23 Provinzen besteht. Dabei besteht ein Gegensatz zwischen dem dominierenden Buenos Aires und den übrigen Provinzen. Diese haben sich daher zu Regionen als Interessengemeinschaften zusammengeschlossen.

Buenos Aires (Bundesdistrikt) Buenos Aires (Provinz) Catamarca Chaco
Chubut Córdoba Corrientes Entre Ríos
Formosa Jujuy La Pampa La Rioja
Mendoza Misiones Neuquén Río Negro
Salta San Juan San Luis Santa Cruz
Santa Fe Santiago del Estero Feuerland Tucumán

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Man spricht hauptsächlich argentinisches Spanisch. Die indianische Bevölkerung ist mehr oder weniger ausgestorben. Nur im Nordwesten des Landes wird Quichua gesprochen, eine stark vom Spanischen beeinflusste Variante der Inka-Sprache Quechua, sowie im Norden Guarani. Die wichtigsten Einwanderergruppen sind Italiener (40%) und Spanier (32%). Außerdem sind Deutsche, Österreicher, Franzosen, Briten, Schweizer, Portugiesen, Polen, Russen, Türken, Ungarn und Südslawen eingewandert. Die jüdische Gemeinde ist die größte in Lateinamerika. Von geringem Einfluss auf die sprachliche Situation ist die beträchtliche Einwanderung aus anderen amerikanischen Staaten wie Bolivien und Paraguay.

Buenos Aires (Provinz und Bundesbezirk)
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Man spricht hauptsächlich argentinisches Spanisch. Der lokale Slang, der portugiesische, (italienische) galloromanische, italienische, afrikanische und karibische Elemente enthält, wird lunfardo genannt. In den letzten Jahrzehnten haben Minderheitensprachen an Bedeutung verloren. Nur Koreanisch und chinesische Sprachen spielen noch eine Rolle; ihre Sprecher sind meist erst nach 1970 eingewandert. In den letzten Jahrzehnten des 19. und ersten des 20. Jhs. hörte man öfter Jiddisch (Sprecher meist nach Israel ausgewandert), cocoliche (ein Pidgin, ein italienisch-spanisches code switching oder ein stark italienisch beeinflußtes Spanisch) und Galizisch. Vor allem im Stadtteil Belgrano leben viele Deutschstämmige. Sie sprechen meist Hochdeutsch mit einer Reihe spanischer Fremdwörter; diese Sprechweise wird Belgranodeutsch genannt.

Die indianische Urbevölkerung ist schon seit Jahrhunderten ausgestorben. Lediglich in den äußersten Süden der Provinz ragt das Siedlungsgebiet von Nachfahren von Tehuelche mit Europäern (Mestizen) hinein. Sie sprechen Spanisch. Buenos Aires (Provinz und Stadt) wird hauptsächlich von Nachfahren europäischer Einwanderer bewohnt, von denen etwa die Hälfte aus Italien (vor allem Kalabrien, Ligurien und Piemont) und ein Viertel aus Spanien stammt (vor allem Galizien, Baskenland und Asturien). Außerdem gab es Einwanderung aus Deutschland, Portugal, Polen, Irland, Frankreich, Kroatien, England und Wales, in den 1990ern auch einige aus Rumänien und der Ukraine, außerdem einige Armenier. Nicht-europäische Einwanderer kamen aus Bolivien, Peru, Paraguay, Syrien/Libanon und Japan, seit den 60ern auch aus Korea und China.

Centro (Córdoba, Entre Ríos, Santa Fe)
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Man spricht hauptsächlich argentinisches Spanisch. Die Einwohner sind hauptsächlich Nachfahren spanischer, italienischer und deutscher (sowie schweizerischer) Einwanderer. Diese leben teilweise noch in colonias zusammen. In Entre Ríos gibt es viele Nachkommen von Wolgadeutschen, die im 19. Jh. eingewandert sind. Hier leben außerdem Guarani.

Cuyo (Mendoza, San Juan, San Luis)
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Im Cuyo dominieren die Nachfahren spanischer, italienischer und deutscher Einwanderer, es gibt aber auch Mestizen. Vorherrschende Sprache ist argentinisches Spanisch.

Nordostargentinien (Chaco, Corrientes, Formosa, Misiones)
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Die Mehrheit der Bevölkerung besteht aus Mestizen. Daneben gibt es Indianer, die teilweise auch noch indianische Sprachen sprechen, und zwar vor allem Tupi-Guarani- und Waicuru-Sprachen, früher auch noch Lule und Vilela. Die Tupi-Guarani-Völker überwiegen in den Provinzen Misiones und Corrientes. In der Provinz Chaco gibt es auch Mennoniten; sie sprechen Plautdietsch. Hier haben sich in jüngerer Zeit auch Einwanderer aus Paraguay niedergelassen.

Nordwestargentinien (Catamarca, Jujuy, La Rioja, Salta, Santiago del Estero, Tucumán)
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Die Provinz La Rioja ist für ihren hohen Anteil syrisch- und libanesischstämmiger Einwohner bekannt. In Santiago del Estero hatten die Inka quechuasprachige Einwohner angesiedelt (weite Teile Nordwestargentinien gehörten zum Inka-Reich). Ihre Sprache wird heute Quichua genannt. Es ist heute vom Aussterben bedroht. Die Bevölkerung besteht heute neben hispanisierten Quichua aus Mestizen und vor allem Nachfahren spanischer Einwanderer. Quechua wird auch im äußersten Nordwesten gesprochen. Neben dem Quichua reicht das Aymara-Gebiet nach Nordwestargentinien hinein. Im Osten Nordwestargentiniens werden auch Guarani, Tapiete und Waicuru-Sprachen gesprochen. Insgesamt dominieren aber die Nachfahren von Spaniern und Mestizen, die beide argentinisches Spanisch sprechen.

Patagonien (Chubut, La Pampa, Neuquén, Río Negro, Santa Cruz, Feuerland)
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Umgangssprachen: Spanisch,...

Die meisten heutigen Einwohner Feuerlands sind im 20. Jh. aus anderen Teilen Argentiniens eingewandert. Obwohl z.B. Ushuaia ein Klima wie Reykjavik hat, ist die Region extrem dünn besiedelt.

Die indianische Bevölkerung ist weitgehend ausgerottet. Im Westen gibt es noch mehrere Mapuche, im Süden noch wenige Tehuelche.

Sprachenkarte (Ethnologue)

Ethnologue.
Wikipedia.
Miloslav Stingl (1982): Das Reich der Inka. Ruhm und Tod der "Sonnensöhne", Wien/Düsseldorf: ECON.