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Antigua und Barbuda

Offizielle Amtssprache: Englisch

Umgangssprachen: Antigua-Kreolisch/Barbuda-Kreolisch, ((Englisch, Portugiesisch, Syrisch-Arabisch))

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Die meisten Antiguaner und Barbuder sind Nachfahren afrikanischer Sklaven. Das zwischen Montserrat und Nevis gelegene, nur 2km² große Redonda ist unbewohnt. Etwa 10% sind Mulatten, weitere 10% sind Ausländer: Briten, Portugiesen, Syrer und Libanesen. Allgemeine Umgangssprache ist eine Kreolsprache auf englischer Basis. Es gibt eine englisch-, eine syrisch-arabisch- und eine portugiesischsprachige Minderheit.

Geschichte

Antigua und Barbuda wurden um 5000 v.Chr. erstmals besiedelt, wohl von Venezuela aus. Dieses erste Volk wird Ortoroiden genannt. Es gibt nur archäologische Hinweise auf sie. Um 400 v.Chr. wurden sie von Arawak-Indianern verdrängt oder assimiliert. Diese hießen Igneri. Erst um 1400 kam eine weitere Gruppe ins Land, die wohl caribischen Ursprungs war. Sie nannten sich selbst Kalinago und hatten eine kriegerische Kultur. Sie unterwarfen die Igneri. Allerdings waren sie relativ gering an Zahl und verbanden sich mit Igneri-Frauen. Es bildete sich eine neue Sprache, das Inselkaribische, auf Igneri-Grundlage mit starken Einflüssen vonseiten der Cariben. Antigua hieß auf inselkaribisch Wadadhi, Barbuda Wa'omoni. Diese Sprache sprachen zumindest die Frauen und kleinen Kinder. Die Männer hatten eine eigene Sprache, die entweder ein arawak-basiertes Pidgin oder Kreol war oder eine arawakische beeinflußte Caribe-Sprache (letzteres ist eher unwahrscheinlich) oder auch eine stärker caribisch beeinflußte Variante des Inselkaribischen.

1493 wurden die Inseln von den Spaniern entdeckt, wenige Jahrzehnte später wurde die Bevölkerung auf andere Inseln verschleppt. Eine spanische Besiedlung erfolgte allerdings nicht. Die Inseln blieben zunächst unbewohnt, dienten lediglich Piraten als zeitweilige Unterkunft.

Nach 1632 ließen sich englische Siedler, die von St. Kitts kamen, auf Antigua nieder. Sie begannen erst Tabak-, dann Zuckerrohranbau. Dazu brauchten sie schwarze Sklaven, die bald die Bevölkerungsmehrheit stellten. Diese kamen aus verschiedenen Teilen (meist West-)Afrikas und konnten sich nur über die Brocken aus dem Englischen, die sie gehört hatten, verständigen. So entstand eine Kreolsprache auf englischer Basis, die heute allgemeine Umgangssprache auf den Inseln ist. Sie setzte sich auch unter den Nachfahren von Sklaven mit Engländern durch. Nur "reinrassige" Engländer blieben beim Englischen. Im 19. Jh. wanderten Syrer bzw. Libanesen und Portugiesen ein (letztere kamen meist von den Azoren).

Barbuda war ab 1685 in Privatbesitz, wurde aber 1860 Antigua angegliedert. 1981 wurde die Kronkolonie unabhängig.